DHC träumt vom Titel

Was wir bereits wissen
Das Halbfinale gegen den UHC Hamburg steht vor der Tür. In der Max-Schmeling-Halle im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg bestreitet die Mannschaft von Trainer Nicolai Sussenburger am Samstag um 12 Uhr die erste Halbfinalbegegnung gegen den Nordmeister.

Düsseldorf..  „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, war am Samstag im neuen Clubhaus des Düsseldorfer Hockey-Clubs zu hören, als die Damen im Viertelfinale um die Deutsche Hallenhockeymeisterschaft den ATV Leipzig souverän bezwangen und damit das „Final Four“ in der Hauptstadt erreichten.

In der Max-Schmeling-Halle im Bezirk Prenzlauer Berg bestreitet die Mannschaft von Trainer Nicolai Sussenburger am Samstag um 12 Uhr die erste Halbfinalbegegnung gegen den Nordmeister UHC Hamburg. Auch die Hamburgerinnen meisterten ihr Viertelfinale problemlos mit 9:2 gegen den Münchner SC. Im zweiten Spiel stehen sich dann Uhlenhorst Mülheim und HTHC Hamburg gegenüber.

Es heißt also zweimal Nord gegen West, denn sowohl die Ost- als auch die Südteams haben die Viertelfinalrunde nicht überstanden. Besonders Sabine Markert, Jennifer Fröhlich und Greta Gerke sind heiß auf den Erfolg und wollen es besser als vor sechs Jahren machen, als sie schon einmal im Halbfinale dabei waren und dem Club von der Alster nur knapp mit 5:6 unterlagen.

Acht aktuelle Nationalspieler

UHC Hamburg geht jedoch als Favorit in die Partie. Amtierender Hallen- und Feld-Vizemeistertitel sprechen für die Hamburgerinnen, die außerdem acht aktuelle Nationalspielerinnen in ihren Reihen haben, von denen vier bereits eine Woche nach der Endrunde zum Aufgebot des Deutschen Hockey Bundes für die Hallenweltmeisterschaft in Leipzig gehören. Mit Yvonne Frank steht zudem Nationaltorfrau Nummer eins zwischen den Pfosten und wird es dem DHC nicht leicht machen.

Da kann der DHC mit zwei aktuellen Nationalspielerinnen und keiner Nominierung für Leipzig nicht mithalten. Für viele Experten ist dieses Halbfinale jedoch das vorweggenommene Endspiel. UHC-Coach Claas Henkel zollt dem DHC großen Respekt: „Dieses Spiel wird uns alles abverlangen. Natürlich wäre es toll, den Titel zu verteidigen, aber was hilft es uns heute, wenn wir über Sonntag nachdenken?“

Sussenburger rechnet sich eine Außenseiterchance aus und ist klar fokussiert: „Es gibt nur zwei Dinge, die für unser Berlin-Wochenende relevant sind: Erstens fahren wir nicht als Touristen nach Berlin und zweitens hat das Team rein gar nichts zu verlieren. Unser Motto lautet daher ganz klar: Offenes Visier und Vollgas.“ Bei einem Sieg winkt dem DHC am Sonntag um 11 Uhr das Finale.