DFB fordert Geisterspiel für Fortuna
12.06.2012 | 21:18 Uhr 2012-06-12T21:18:00+0200
Düsseldorf. Knapp einen Monat nach dem chaotischen Relegationsrückspiel der Fortuna gegen Hertha BSC Berlin (2:2), welches mehrfach unterbrochen werden musste, hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) harte Strafen gegen den Erstliga-Aufsteiger gefordert. Neben einer 100 000 Euro hohen Geldbuße sieht der DFB zudem zu Saisonbeginn ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor. Die Fortuna hat bis Montag Zeit, sich zum Strafantrag zu äußern.
Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth dürfte vor allem angesichts des drohenden Geisterspiels alles andere als konform mit der Entscheidung sein: „Wir werden uns über den Strafantrag zunächst einmal intern beraten und bis zur Frist am Montag über weitere Schritte beratschlagen.“
Mehrere Vergehen
Schiedsrichter Wolfgang Stark musste das Relegationsrückspiel gegen Berlin mehrfach unterbrechen, nachdem zunächst Berliner Anhänger Bengalos auf den Arenarasen geworfen hatten, ehe es 90 Sekunden vor Ende der siebenminütigen Nachspielzeit zu einem Platzsturm durch Fortuna-Anhänger kam. Laut Fortuna seien in dem Strafantrag auch mehrere Vergehen der letzten Saison wie die Vorfälle während des Heimspiels gegen St. Pauli und bei den Auswärtsspielen in Fürth, Duisburg und Berlin berücksichtigt worden.
15:32
Lächerlich ist doch das Vereine wie z.b. Dortmund nach ihrem (Meisterschafts) Platzsturm
kein Geisterspiel machen müßen.
Die kleinen aber mal wieder damit rechnen müßen
wie sie schon richtig schrieben: NACH!!!! dem Spiel und nicht während des spiels in düsseldorf. bitte vorher die kleinen grauen zellen aktivieren falls vorhanden
14:25
Das Strafmass ist viel zu gering, macht ja nicht einmal ein Jahresgehalt eines Spielers aus. Angemessen wäre ein Abzug von 12 Punkten gewesen, das träfe den Verein wirklich und würde ihn endlich veranlassen seinen Pflichten als Veranstalter nachzukommen.
Selbstverständlich gilt diese Forderung in Richtung aller Vereine.
13:06
Das vom DFB geforderte Strafmass ist absolut überzogen...
12:44
Dass der Platzsturm eine Strafe nachsichziehen muss, ist absolut verständlich und nachvollziehbar. Allerdings Frage ich mich, was der DfB unter der Verhältnismäßigkeit der Strafen versteht.
In St. Pauli wird ein Schiedsrichter beworfen und verletzt, so dass das Spiel abgebrochen werden muss. Neben einer Geldstrafe gibt es eine Platzsperre. Bedeutet für den Verein im wesentlichen die Geldstrafe und ein Heimnachteil, der sich aber nicht noch finanziell niederschlägt. Schließlich konnte der Verein ja Zuschauereinnahmen verbuchen.
In Düsseldorf kommt es zu einem "verfrühten" Platzsturm, so, wie er sich in der Vergangenheit schon wiederholt zugetragen hat; ohne dass damals die Vereine bestraft worden sind. Bei dem Platzsturm sind weder die generischen Spieler, noch die Schiedsrichter angegriffen, geschweige denn verletzt worden.
Und dafür gibt es nicht nur eine geldstrafe von 100.000 €, die ja schon alleine heftig ist; das Geisterspiel kostet locker 600.000 €