DFB fordert Geisterspiel für Fortuna

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Düsseldorf. Knapp einen Monat nach dem chaotischen Relegationsrückspiel der Fortuna gegen Hertha BSC Berlin (2:2), welches mehrfach unterbrochen werden musste, hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) harte Strafen gegen den Erstliga-Aufsteiger gefordert. Neben einer 100 000 Euro hohen Geldbuße sieht der DFB zudem zu Saisonbeginn ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor. Die Fortuna hat bis Montag Zeit, sich zum Strafantrag zu äußern.

Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth dürfte vor allem angesichts des drohenden Geisterspiels alles andere als konform mit der Entscheidung sein: „Wir werden uns über den Strafantrag zunächst einmal intern beraten und bis zur Frist am Montag über weitere Schritte beratschlagen.“

Mehrere Vergehen

Schiedsrichter Wolfgang Stark musste das Relegationsrückspiel gegen Berlin mehrfach unterbrechen, nachdem zunächst Berliner Anhänger Bengalos auf den Arenarasen geworfen hatten, ehe es 90 Sekunden vor Ende der siebenminütigen Nachspielzeit zu einem Platzsturm durch Fortuna-Anhänger kam. Laut Fortuna seien in dem Strafantrag auch mehrere Vergehen der letzten Saison wie die Vorfälle während des Heimspiels gegen St. Pauli und bei den Auswärtsspielen in Fürth, Duisburg und Berlin berücksichtigt worden.