Dezimierte U23 auf Spielersuche

In den ersten Tagen der Vorbereitung geriet Taskin Aksoy mit Sicherheit nicht in Gefahr, beim Training die Übersicht zu verlieren. Immerhin hat sich die Gruppe um den Trainer von Fortunas Fußball-Zweitvertretung in den vergangenen Monaten immer weiter verkleinert. Standen zu Saisonbeginn noch 21 Akteure im Aufgebot, sind es nun Anfang Januar nur noch 16.

Neben den Rekonvaleszenten Mergim Fejzullahu (Reha nach Wadenbeinbruch), Tobias Lippold (Mittelfuß-OP) und Nazim Sangaré (Rückenprobleme), die erst im Laufe der Vorbereitung wieder in den Trainingsbetrieb eingegliedert werden sollen, fehlten beim Auftakt am Montag auch Vincenzo Lorefice und Leon Fritsch auf dem Trainingsgelände an der Stockumer Arena. Die beiden Talente haben sich mittlerweile anderen Vereinen angeschlossen (die NRZ berichtete).

„Es muss zu 100 Prozent passen!“

Weitere Abgänge drohen nicht, dafür könnte sich demnächst etwas in Sachen Zugänge tun. „Wir werden in den nächsten Tagen einige Gastspieler bei uns haben“, verriet Nachwuchschef Markus Hirte gestern, um im gleichen Atemzug hinzuzufügen: „Es besteht zwar keine Notwendigkeit, doch sollten wir was machen, dann muss es zu 100 Prozent passen. Wir werden keinen Spieler für ein halbes Jahr verpflichten, sondern nur jemanden, der uns auch perspektivisch für die neue Saison helfen kann.“ Anscheinend hat man bei der „Zwoten“ aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und etwaigen Schnellschüssen einen Riegel vorgeschoben. Viel zu oft griff man nämlich auf dem Winter-Transfermarkt daneben und holte eher Quantität als Qualität.

Allerdings haben Hirte und Aksoy nicht nur externe Spieler auf ihrem Radar, sondern vor allem auch den eigenen Nachwuchs. „Die jetzige Situation eröffnet uns die Gelegenheit, einige U19-Spieler auf ihre Regionalliga-Tauglichkeit zu testen, schließlich ist der Übergang von den Junioren zu den Senioren sehr groß“, erklärte Hirte. Namen nannte der 52-Jährige zwar nicht, doch auch so tummeln sich in der A-Jugend einige interessante Spieler wie Torjäger Benjamin Nuhi, Mittelfeldspieler Muhammet Ucar oder die beiden Verteidiger Robin Müller und Janik Röber. So oder so sei dies „eine Riesenchance für den Nachwuchs“.

Von all den Spekulationen am Rande zeigt sich die Mannschaft indes unbeeindruckt und verpasste am Wochenende beim Hallen-Masters nur knapp den zweiten Triumph in Folge. Im sauerländischen Meschede spielte die Aksoy-Elf erneut stark auf und verlor in der Vorrunde lediglich gegen den Südwest-Regionalligisten Hessen Kassel (1:3). Trotz der Pleite reichte es für das Finale, wo erneut die Kasseler warteten. Zur Revanche genügte es jedoch nicht – die U23 verlor mit 0:2.