Der große Traum von London
26.05.2009 | 20:00 Uhr 2009-05-26T20:00:00+0200Wie schon im Vorfeld der Spiele 2008 werden wieder 15 Sportler speziell von der Stadt und Sportagentur gefördert.
Oberbürgermeister Dirk Elbers wurde am Dienstag Nachmittag im wahrsten Sinne des Wortes aufs Korn genommen. Der erste Bürger der Stadt war leibhaftig ins Visier eines Luftgewehrs geraten. Dies aber eher unfreiwillig. Bei der Vorstellung der 15 Sportler für das „Team London” hatte Post-SV-Schützin Jessica Mager ihr „Arbeitsgerät” mitgebracht. Und Elbers im Großen Sitzungssaal damit einen kurzen Schreck eingejagt. Der nahm's mit Humor. „Wissen Sie eigentlich, dass das in Anwesenheit des Oberbürgermeisters verboten ist?”, flachste Elbers schmunzelnd.
Unterschiedlich große Hoffnungen
15 Sportler, elf Sportarten.
Oliver Korn (Hockey, DHC);
Timo Boll (Tischtennis, Borussia);
Christian Süß (Tischtennis, Borussia);
Mischa Zverev (Tennis, Rochusclub);
Levent Tuncat (Taekwondo, Sportwerk);
Miriam Frenken (Kanu, WSV Rheintreue);
Morten Bogacki (Segeln, DYC);
Jessica Mager (Schießen, Post SV);
Nora Sommerfeld (Rollstuhltennis, DSC 99);
Jennifer Pütz (Hockey, DHC);
Sabine Markert (Hockey, DHC);
Robby Gerhardt (Rudern, Germania);
Jennifer Klein (Kanu, WSV Rheintreue);
Anna-Clarissa Klemp (Reiten, FK Grand Prix);
Carolyn Moll (Leichtathletik, ART).
Danach stand der eigentliche Anlass im Fokus. Wie schon mit dem „Team 2008” fördern Stadt und Sportagentur wieder 15 Sportler aus Düsseldorfer Vereinen, die sich unterschiedlich große Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2012 in London machen dürfen.
Neben einer monatlichen finanziellen Unterstützung können Hilfestellungen bei der Anschaffung von Ausrüstungen, Vertragsgestaltungen, der Sponsoren- und Trainersuche oder auch die Bereitstellung von Trainingsmöglichkeiten genutzt werden.
„Wir versuchen, das ganze Drumherum abzufedern, damit sich die Athleten auf ihren Sport konzentrieren können”, erklärte Elbers. Das bedeutet beispielsweise im Fall von Oliver Korn, dass sich der Hockey-Nationalspieler ganz aufs Training und sein SportStudium konzentrieren kann.
Trotz des Olympiasieges 2008 in Peking mit dem Nationalteam ist Korn finanziell nicht auf Rosen gebettet: „Diese Unterstützung ist daher für mich sehr wichtig, weil man im Hockey nicht viel Geld verdienen kann. So muss ich nicht auch noch einen Nebenjob mit unter den Hut kriegen.”
Ähnlich geht es Levent Tuncat. Der Taekwondo-Kämpfer wechselte vom TC Laar zum hiesigen Sportwerk. „Weil hier die Rahmenbedingungen für höchste Leistungen gegeben sind”, so der dreifache Europameister (2005, 2006, 2008).
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