DEG zwingt Meister Berlin in die Knie
14.02.2012 | 22:34 Uhr 2012-02-14T22:34:00+0100
Düsseldorf.Mit 6:4 führte der Mentor im internen Duell gegen seinen Schüler vor der gestrigen Eishockey-Partie. Doch im elften Duell beider Teams, seitdem Jeff Tomlinson als Cheftrainer bei der DEG hinter der Bande steht, verkürzten die Rot-Gelben im Duell mit den Eisbären Berlin und Tomlinsons Lehrmeister Don Jackson. Gegen den amtierenden Meister feierten DEG-Kapitän Daniel Kreutzer und seine Teamkollegen in einem schnellen, hart umkämpften und spannenden Spiel einen 4:3 (2:2, 2:1, 0:0)-Erfolg im Rather Dome und starteten nach der Länderspielpause somit erfolgreich in den Saisonendspurt.
Die DEG begann gleich wie die Feuerwehr. 2:29 Spielminuten waren erst auf der Anzeigetafel abgelaufen, da vollendete Tyler Beechey einen 2-1-Konter nach Pass von Connor James zur Führung. Letztere verpasste Back-up-Torsteher Jean-Sebastien Aubin. Der Frankokanadier haderte mit Magenproblemen. Für ihn saß DNL-Keeper Felix Bick als Ersatzmann auf der Bank.
Im Anschluss fand jedoch gleich der erste Schuss der Gäste auf das DEG-Gehäuse ins Ziel. EHC-Angreifer Christensen lief ungehindert vor das Tor und netzte den auf die Kelle gesetzten Pass einstudiert wie aus dem Schulbuch ins Netz.
Reimer traf gegen vier Eisbären
Nationalspieler Patrick Reimer und seine Teamkollegen steckten jedoch nicht auf. Sehenswert schirmte der 29-jährige Mindelheimer den Puck gleich gegen vier Eisbären im Gewühl ab und setzte die Scheibe aus der Drehung zum 2:1 in die Maschen. Beechey hätte seine Farben bei einem Alleingang gar noch höher in Führung bringen können. Doch fasst im Gegenzug glich Tallackson mit einem Ebenbild des ersten Berliner Treffers erneut aus.
Im Mittelabschnitt erwischte erneut die DEG den besseren Start. 29 Sekunden nach Beginn verfehlte Andy Hedlund aus kurzer Distanz das leere Tor. Im Gegenzug verhinderte der linke Torpfosten die erste Gästeführung.
Mit zwei Mann mehr auf dem Eis rissen die Rot-Gelben dann aber die Gunst der Stunde auf ihre Seite. Gerade in der Sekunde, als EHC-Stürmer Felski wieder aus der Kühlbox durfte, schoss Evan Kaufmann seinen eigenen Abpraller im Nachschuss vorbei an Keeper Rob Zepp. Um direkt im Anschluss bei eigener Unterzahl erneut den Ausgleich zu kassieren. Im Nachstochern stibitzte Eisbär Sim DEG-Torsteher Goepfert die Scheibe unter der Fanghand weg und schob ein.
Diesmal hatte Verteidiger Jason Holland allerdings noch vor der Pause die passende Antwort parat und markierte in Unterzahl 59 Sekunden vor dem Drittelende das 4:3.
In einer Abwehrschlacht brachte das Team die Führung im Schlussdrittel über die Zeit. Fünf Minuten mussten die Rot-Gelben mit einem Mann weniger auf dem Eis überstehen, nachdem Verteidiger Andy Roach nach 50:57 Minuten mit einer Spieldauerstrafe vom Eis musste. Der Routinier hatte Eisbär Mulock mit einem hohen Stock im Gesicht getroffen. Der Stürmer musste mit einem Cut über dem Auge blutend ebenfalls vom Eis.
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