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Deutsche Eishockey-Liga

DEG verzückt ihre Fans - Woidtke dankt den Anhängern

22.10.2012 | 22:00 Uhr
DEG verzückt ihre Fans - Woidtke dankt den Anhängern
Lobt die Unterstützung der DEG-Fans: Youngster Jannik Woidtke.Foto: imago

Düsseldorf.  Die DEG ist nach ihrem (finanziellen) Neustart endgültig in der Liga angekommen. Mit neun Punkten aus den jüngsten vier Begegnungen gehören die Puckjäger aktuell zu den vier besten Teams der Liga. Einzig dem ERC Ingolstadt gelang in diesem Zeitrahmen die volle Ausbeute von vier Siegen. Die DEG liegt gleichauf mit Meister Berlin und Tabellenführer Köln.

Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst! Da waren sich am Sonntagabend alle anwesenden Fans der DEG-Eishockeycracks sicher. Die Lobesbekundungen im Dome und im Internet wollten nach dem ersten „Sechser“ an einem DEL-Wochenende gar kein Ende nehmen. Nach dem 3:2-Kampfsieg in Straubing fegten die Rot-Gelben auch noch die vor der Saison zu den Geheimfavoriten um den Meistertitel zählenden Hamburg Freezers mit 6:2 aus dem eisigen Oval.

Die DEG ist nach ihrem (finanziellen) Neustart endgültig in der Liga angekommen. Die Mischung aus unerfahrenen, jungen Spielern und alteingesessenen „DEL“-Hasen scheint zu stimmen. Wurde das Unterfangen vor dem Saisonstart noch vielfach als kritisch eingeschätzt, belehren die „jungen Wilden“ die Pessimisten bisher eines besseren. Denn mit neun Punkten aus den jüngsten vier Begegnungen gehören die Puckjäger aktuell zu den vier besten Teams der Liga. Einzig dem ERC Ingolstadt gelang in diesem Zeitrahmen die volle Ausbeute von vier Siegen. Die DEG liegt gleichauf mit Meister Berlin und Tabellenführer Köln.

Knoten in der Offensive geplatzt

Aus den vergangenen sechs Duellen haben Sonntagsdoppeltorschütze Daniel Kreutzer und seine Teamkollegen gar elf Zähler auf dem Konto verbucht. „Die Jungs haben das Potenzial, brauchten nur die Zeit, um sich zu entwickeln. Das war bei unseren damals jungen Ex-Spielern wie Alexander Sulzer und Robert Dietrich auch nicht anders“, betonte Trainer Christian Brittig stolz.

Der Knoten in der Offensive, vor allem im Powerplay, scheint geplatzt. Vier der neun Tore des Wochenendes gelangen bei nummerischer Überlegenheit. Zwei zudem auch mit einem Mann weniger auf dem Eis. „Neun Tore in zwei Spielen: Wir können also auch vorn was! Das gibt uns weiteres Selbstvertrauen“, stellt Verteidiger Marc Zanetti fest.

„Wir mussten nur erst einmal die einfachen Dinge verinnerlichen. Jetzt können wir auch richtig schönes Eishockey zeigen“, fügte Daniel Kreutzer hinzu, der am Dienstag seinen 33. Geburtstag feiert. „Wir sind ein unangenehmer Gegner, das wissen auch unsere Konkurrenten mittlerweile.“

Zudem schöpfen die „jungen Wilden“ ihr Potenzial immer mehr aus. Die Nachwuchscracks bieten die Basis zur Entwicklung. Und ernten immer mehr die Früchte der täglich harten Arbeit. Scharfschützen wie Gödtel, Ebner, Paris und Zanetti mussten sich zunächst auch erst einmal an die rauere, schnellere Gangart im deutschen Eishockey-Oberhaus gewöhnen.

DEG hätte mehr Zuspruch verdient

Die Rot-Gelben verzaubern ihre Fans, jedoch fanden erneut nur 3576 Zuschauer den Weg zum Spiel. Dabei hätte das Team deutlich mehr Zuspruch verdient. „Wir bieten Action und hoffen, das gefällt den Leuten. Aber ich weiß aus meiner Zeit in Bietigheim, dass es dauert, bis sich so etwas herum spricht. Das war dort anfangs nicht anders“, betont Coach Brittig. Der seinen Spielern kurz vor dem Duell mit den Freezers am Sonntag den Siegessprung von Marc Zanetti in bewegten Bildern zeigte. Der Italo-Kanadier hatte drei Minuten vor dem Ende in Niederbayern das 3:2-Siegtor erzielt. Dem 21-jährigen Verteidiger waren die Videobilder zunächst peinlich. Doch Brittig betont: „Das ist genau jene pure Leidenschaft, die wir brauchen und zeigen.“

Die Fans jedenfalls merken ihrem Team den Spaß am (Heim-)Spiel in jeder Sekunde an. „Im Namen der Mannschaft möchte ich mich bei euch für die bisherige Unterstützung bedanken. So ein Team hatten wir seit zehn Jahren nicht mehr!“ brachte es Youngster Jannik Woidtke nach dem Spiel mit dem Mikrofon in der Hand auf den Punkt.

Nicht nur, dass das Team mehr Zuschauer verdient hätte: Es ist auch für die finanzielle Basis von entscheidender Bedeutung. Man hinkt der an Vorjahresschnitt von 5226 Fans pro Partie kalkulierten Einnahme mal wieder hinterher. Bislang kamen zu fünf Heimmatches 20 690 Anhänger in den Rather Dome. 5440 zu wenig.

Mareike Scheer



Kommentare
23.10.2012
00:57
DEG verzückt ihre Fans - Woidtke dankt den Anhängern
von wolla | #1

Wie gut hätte die DEG jetzt dastehen können, wenn der völlig zu Unrecht so hochgelobte Lance Nethery eigene junge Spieler eingebaut hätte, anstatt hochbezahlte zweit- bzw. drittklasse Söldner aus Nordamerika zur DEG zu holen.
Woidtke war ja auch schon unter Nethery bei der DEG, doch damals hatte er, trotz guter Leistungen keine Chance.
Immer noch fehlt mir eine Aufarbeitung, des Desasters, welches Nethery hier hinterlassen hat. Oder ist es der Düsseldorfer Sportpresse peinlich, diesen Scharlatan nie in Zweifel gestellt zu haben? Freuen tue ich mich nicht darüber, daß meine schlimmsten Befürchtungen im Bezug auf Nethery noch übertroffen wurden.
Die neuen (alten) Leute bei der DEG sind vor allem mit Herzblut dabei. Hierfür kann man Walter Köberle, Christian Brittig und Co. nur danken und sie mit vielen Besuchen der DEG Spiele unterstützen, denn diese Mannschaft macht sehr, sehr viel Spass.

1 Antwort
DEG verzückt ihre Fans - Woidtke dankt den Anhängern
von marwang | #1-1

am besten ist der hohe zuschauer zuspruch donnerwetter !!!!!!

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