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Deutsche Eishockey-Liga

DEG auf dem Eis der Tatsachen

14.10.2012 | 22:10 Uhr
DEG auf dem Eis der Tatsachen
Auf dem Boden der Eishockey-Tatsachen: Die Augsburger setzten sich clever bei der DEG durch.

In der Deutschen Eishockey-Liga konnte die DEG den 2:1-Sieg über Hannover vom Freitag im Heimspiel gegen die Augsburger Panther nicht ausbauen – und verloren mit 4:6.

Düsseldorf. Zwei Tage nach den umjubelten ersten „Saison-Dreier“ unterlagen die DEG-Eishockeycracks trotz der Tribünenglücksbringer mit Ex-Verteidiger Alexander Sulzer und Campino von den „Toten Hosen“ mit 4:6 (1:3, 2:1, 2:1) gegen den Tabellendritten Augsburger Panther. Ausgerechnet im ersten Teil der 900-DEL-Spiele-Jubiläumstour musste Niki Mondt mit seinen Teamkollegen schon wieder die Überholspur verlassen.

„Wir haben das Spiel mit drei Geschenken gleich in den ersten zehn Minuten verloren. Auch wenn wir danach kurzzeitig noch zurückgekommen sind. Das hat Kraft gekostet“, so Kapitän Daniel Kreutzer.

Mangelnde Effektivität

Muss man einen Fakt nennen, den man den leidenschaftlich kämpfenden „jungen Wilden“ nach nun elf Spieltagen vorhalten kann, ist es trotz gestriger vier Treffer die mangelnde Effektivität vor dem gegnerischen Gehäuse. Genau in dieser Disziplin erhielten die Rot-Gelben am frühen Sonntagabend eine Lehrstunde von den Gästen aus der Fuggerstadt.

11:5-Torschüsse zählten die Statistiker nach Ablauf der ersten 20 Spielminuten. Drei Treffer setzten die Raubkatzen hieraus auf die Anzeigentafel. Die DEG-Cracks mit deutlichem Übergewicht hingegen nur einen. Natürlich durch den neuen „Goalgetter“ Drew Paris, der sich mit seinem zweiten Treffer des Wochenendes mit nun vier Toren zusammen mit Calle Ridderwall als Verteidiger gar an die Spitze der internen Torschützenliste gesetzt hat. Der Schweden-Import trug sich im Mitteldrittel nach dem Anschlusstreffer vom zweiten Doppeltorschützen des Wochenendes, Thomas Gödtel, mit dem Ausgleich ebenfalls in die Liste ein.

Die 3788 Zuschauer im Hallenoval sorgten nach dem erneuten Doppelschlag, diesmal innerhalb von 214 Sekunden, wie schon am Freitag für eine Hexenkessel-Stimmung. Doch genau in diese Drangperiode hinein setzten die Augsburger per Konter ihren vierten Nadelstich. Wie schon im ersten Drittel wurde die erste Torchance gleich in zählbares umgemünzt.

Dabei waren die Mannen der „Augsburger Puppenkiste“ keineswegs technisch versierter. Sondern lediglich mit mehr erfahrenen Schlitzohren ausgestattet, die aus allen Lagen die Scheibe vor das Tor brachten.

Zudem fehlte den DEG-Cracks in den entscheidenden Momenten das nötige Glück. So prallte ein durch die „Hosenträger“ von Gäste-Keeper Patrick Ehelechner gesetzter Schuss von Marc Zanetti fünf Sekunden vor der zweiten Pausensirene vom Innenpfosten zurück ins Feld, anstatt zum erneuten Ausgleich ins Netz zu trudeln.

Mit aller Macht suchten die „jungen Wilden“ dann im Schlussdrittel ihr Glück in der Offensive. Und wurden erneut eiskalt zum 3:5 ausgekontert. Diesmal hatten die Rot-Gelben jedoch postwendend nach nur 41 Sekunden die passende Antwort durch Justin Bostrom parat.

Und von vorn begann die Jagd der niemals aufgebenden Gastgeber. Anders als noch am Freitag gegen Hannover wurde der Kampf diesmal jedoch nicht belohnt, sondern endete mit einem Panther-Schuss ins leere DEG-Tor.

„Die Mannschaft hat erneut alles gegeben. Zwischenzeitlich mit nur zwei Sturmreihen. Aber nur fünfzig gute Spielminuten haben gegen einen eiskalten und starken Gegner nicht gereicht“, betonte Trainer Christian Brittig.

DAS SPIEL IN DER STATISTIK

DEG: Goepfert; Zanetti, Gödtel; Henry, Bazany; Ebner, Paris; Woidtke; Mondt, Martinsen, Kreutzer; Ridderwall, Turnbull, Bostrom; Strodel, Martens, Habermann; Hofland.

Zuschauer: 3788.

Schiedsrichter: Brill/Piechaczek (Zweibrücken/EHC Finning).

Tore: 0:1 (4:23) Somma (Thang), 0:2 (8:35) Valery-Trabucco (Bassen, Boyle), 0:3 (17:05) Boyle (Seifert, Bassen), 1:3 (18:25) Paris (Mondt, Kreutzer), 2:3 (27:20) Gödtel (Kreutzer, Martinsen/5-4-Überzahl), 3:3 (30:54) Ridderwall (Bostrom), 3:4 (33:19) MacArthur (Trevelyan, Werner), 3:5 (46:06) Bassen (Boyle, Valery-Trabucco), 4:5 (46:45) Bostrom (Ridderwall, Zanetti), 4:6 (59:10) Valery-Trabucco (Draxinger/Schuss ins leere Tor).

Strafminuten: DEG 4, Augsburg 10 plus 10 (Flache/26:50, Check gegen den Kopf).

Beste DEG-Spieler: Ridderwall (5 Punkte), Bostrom (3), Paris (1).

Mareike Scheer



Kommentare
15.10.2012
03:14
DEG auf dem Eis der Tatsachen
von wolla | #1

Der Einsatz war vorbildlich. Wäre die DEG komplett angetreten, hätte man gewonnen. Augsburg hat einfach nur mehr Glück gehabt. Die neue DEG macht Spaß!

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