„Das war weit weg von jedem Fair-Play-Gedanken“

Der Mann des Spiels beim 1:1-Unentscheiden zwischen Fortuna und dem 1. FC Kaiserslautern war schnell ausgemacht: Der Flingerner Spielmacher Michael Liendl. Zwar wollte er es am Ende nicht zugeben. Aber angesichts seiner zuletzt schweren Zeit mit einem Formtief und der Degradierung aus der ersten Mannschaft musste etwas Genugtuung bei seinem Ausgleichstreffer in der 90. Minute dabei gewesen sein. „Es ist doch scheiß egal, wer das Tor macht“, betonte der 29-Jährige.

Zweifel daran, dass er den Elfmeter verwandeln würde, hatte er dabei nie. „Ich fühle mich sicher vom Punkt“, versicherte Liendl. Dabei war eben dieser Kreidekreis im Strafraum unmittelbar zuvor mutmaßlich beschädigt worden. Um den rot-weißen Schützen zu verunsichern, bearbeitete Chris Löwe den Elfmeterpunkt. „Das war weit weg von jedem Fair-Play-Gedanken“, meinte Liendl, „aber mir war das total egal!“

Sicher war sich am Ende auch Mittelfeldmann Oliver Fink beim Fazit der Begegnung: „Den Punkt haben wir uns wirklich verdient. Dieses Mal hatten wir auch mal das Glück auf unserer Seite.“ Besonders gefallen hat dem 32-Jährigen dabei allen voran „die Art und Weise.“

Verdienter Ausgleich

Freude am Duell zwischen den „Roten Teufeln“ und Fortuna hatte auch Sportvorstand Helmut Schulte, der nach dem Schlusspfiff erklärte: „Das Spiel hat doch viel Spaß gemacht zuzugucken.“

Nicht recht zufrieden präsentierte sich hingegen Julian Schauerte. „Ich bin nicht wirklich glücklich, da wir leider keine drei Punkte geholt haben“, meinte der 27-jährige Verteidiger. Und fügte entschlossen hinzu: „Die Lauterer hatten in der zweiten Halbzeit keine Chance mehr. Wir haben eine Reaktion auf die Pauli-Pleite vor einer Woche gezeigt und uns den Ausgleich am Ende verdient gehabt.“