„Da kommt das kleine Kind in mir raus“

Foto: WAZ

Düsseldorf.. Stephan Daschner musste mit einer Reizung der Adduktoren rund zwei Wochen pausieren und avancierte Dienstagabend beim 4:3-Penaltysieg über Berlin sogleich wieder zu einem der besten Eishockeyspieler der Partie. Einen Tag zuvor hatte der DEG-Verteidiger noch nicht einmal gewusst, ob er auflaufen könnte. Umso größer ist die Erleichterung, rechtzeitig zum Winter Game wieder fit zu sein. „Besser hätte ich es mir eigentlich nicht vorstellen können. Ich habe vor zwei Tagen schon mal per Webcam reingeschaut, und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es wäre nicht die ganze Zeit im Hinterkopf gewesen“, betont der 26-Jährige. „Es kann gut sein, dass ich Freitag schlecht einschlafe. Da kommt das kleine Kind in mir raus, wie wahrscheinlich auch bei jedem anderen aus dem Team.“

Kapitän Daniel Kreutzer gibt sich hingegen noch ganz locker, obgleich es auch für das Düsseldorfer Eigengewächs das Highlight einer bereits langen und erfolgreichen Karriere werden wird. „Ich kann immer schlafen“, scherzt der 35-Jährige. „Es wird wahrscheinlich schon kitzeln, wenn wir das erste Mal richtig in der Arena trainieren, aber so richtig los geht das vermutlich erst Samstag, wenn wir einlaufen und die über 50 000 Zuschauer sehen. Das wird ein Gänsehautmoment sein, wie man ihn nur einmal im Leben erlebt.“

Wie es sich anfühlt, unter freiem Himmel zu spielen, weiß der Routinier hingegen genau, ist er doch praktisch auf der zweiten (Freiluft-)Eisbahn an der Brehmstraße großgeworden. „Da mussten wir immer erstmal das Regenwasser zur Seite schöpfen oder Schnee schieben“, schwelgt Kreutzer in Erinnerungen. Solche, die auch der neun Jahre jüngere Daschner aus seiner bayerischen Heimat auf zugefrorenen Teichen kennt.