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Chernomaz sorgt für Eklat

07.10.2012 | 18:15 Uhr
Chernomaz sorgt für Eklat
Stand in Ingolstadt unter Strom: DEG-Torhüter Bobby Goepfert.Foto: ISPFD-Nbg.de

Nach der 1:2-Niederlage beim ERC Ingolstadt war die Pressekonferenz schnell beendet. ERC-Trainer Rich Chernomaz unterstellte Thomas Gödtel von der DEG eine Schauspieleinlage – und ließ Kollege Christian Brittig einfach sitzen.

Düsseldorf. Mit einem Eklat endete die Pressekonferenz nach der 1:2-Verlängerungsniederlage der DEG am Freitagabend in Ingolstadt. ERC-Trainer Rich Chernomaz hatte DEG-Spieler Thomas Gödtel eine schauspielerische Einlage unterstellt, nachdem sein Crack Tim Conboy nach einem Check gegen Goedtels Kopf eine Matchstrafe kassiert hatte. Ohne jeden weiteren Kommentar verließ Chernomaz die Pressekonferenz. Und ließ DEG-Trainer Christian Brittig einfach sitzen.

Was Brittig mindestens irritierte. „Ich denke, so etwas ist nicht professionell. Wenn man sagt, dass Thomas Gödtel peinlich ist, weil er die nächsten Wechsel wieder gemacht hat – der hat eine Gehirnerschütterung. Der hat dann aufgehört. Er hat es noch mal probiert, weil er eben nicht peinlich ist. Aber er hat in der Kabine gekotzt und er hat geblutet. Ich lasse mir nicht erzählen, dass mein Spieler ein peinlicher Schauspieler sei. Es ist viel mehr peinlich, wenn man nicht hier bleibt, wenn noch was dazu gesagt wird“, bemerkte der DEG-Trainer ungläubig. Und verließ dann ebenfalls schnellen Schrittes den Raum.

Das Spiel hat jedoch auch Spätfolgen: Die Ingolstädter leiteten ein Disziplinarverfahren gegen Bernhard Ebner wegen eines angeblichen Checks gegen den Kopf ein. Woraufhin DEG-Manager Walter Köberle ebenfalls ein weiteres Verfahrens einleitete: „So benimmt man sich nicht als Trainer in der DEL. Wir haben Material wegen eines weiteren Checks von Conboy eingereicht. Bereits in der ersten Minute war eine Aktion gegen den Kopf gegen einen Spieler auszumachen“, so Köberle.

Thomas Gödtel war nach Angaben des Sportlichen Leiters am Freitag zunächst benommen und wurde, auch auf Anraten des Ingolstädter Teamarztes, vom Eis genommen. Konnte jedoch gestern in Mannheim schon wieder auflaufen. Die befürchtete Gehirnerschütterung hatte sich nicht bestätigt.

Mareike Scheer

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