Borussias Süß: Stark wie eine Nummer Eins
25.04.2011 | 19:08 Uhr 2011-04-25T19:08:00+0200
Düsseldorf. Pokalsieger sind sie schon. Das Champions-League-Finale gegen Fakel Orenburg ist gebongt. Und dazu stehen die Tischtennis-Borussen auch noch im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft in der DTTL. Der hart erkämpfte 3:1-Heimsieg über den TTC Zugbrücke Grenzau gibt dem Team von Trainer Danny Heister trotz der 2:3-Hinspielschlappe die Chance, den Triple-Sieg aus dem vergangen Jahr zu wiederholen.
„Das war großer Sport! Und es war ein Beispiel an Fairness, was die sechs Spieler geboten haben. Allen voran Robert Gardos“, lobte Borussia-Geschäftsführer Jo Pörsch nach dem dreistündigen Duell.
Heisters Meisterstück
Darauf, dass sich die Partie zum Krimi entwickeln würde, hatten die Gäste aus dem Westerwald gehofft – und der Titelverteidiger befürchtet. Wobei Trainer Danny Heister sein Meisterstück ablieferte. Der Niederländer schenkte nämlich Ex-Meister Christian Süß das Vertrauen, als Nummer Eins aufgeboten zu werden. Und überließ Europameister Timo Boll die Aufgabe, als Nummer Drei einen „sicheren“ Punkt zu machen. Und bei einem eventuellen Schlussdoppel mizuwirken.
Der Plan ging auf. Christian Süß trat in Glanzform an, gewann seine Spiele gegen Kenta Matsudaira (3:1) und den Boll-Bezwinger vom Hinspiel, Robert Gardos (3:1). Timo Boll machte gegen Lucjan Blaszczyk mit seinem 3:0-Sieg den Einzug ins Finale gegen Vizemeister TTF Ochsenhausen alles klar.
Unglücklich war Vize-Europameister Patrick Baum nach der Partie nicht mehr. Doch als er nach zwei vergebenen Matchbällen, dem TTC-Ass Gardos mit 2:3 unterlegen war, sah die Gemütslage noch anders aus. Aber Gardos hatte sich das zum Sieg über Baum nötige Glück verdient.
Der Österreicher erkämpfte sich nach einem 0:2-Satzrückstand den dritten Durchgang mit 11:8. Und auch Satz vier ging an Grenzaus Nummer Eins, der aus einem 6:8-Rückstand ein 13:11 machte. Beim Stand von 10:9 und eigenem Satzball korrigierte Gardos dazu auch noch eine Schiedsrichterentscheidung, verzichtete somit auf den vorzeitigen Satzgewinn. Der Kantenball von Baum war nur schwer von außen wahrzunehmen.
TTC-Trainer Anton Stefko verzichtete auf ein Sonderlob: „Das ist für faire Sportler selbstverständlich, das würden auch andere so machen.“
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