Borussias größte Herausforderung

Düsseldorf.. Da sind sich beide Seiten einig: Das Viertelfinale der Tischtennis-Champions-League zwischen dem AS Pontoise Cergy TT (Frankreich) und der Borussia besteht aus zwei 50:50-Spielen. Beide Teams glauben an sich, wissen aber um die Stärke des Gegners. Ihre Stärke bewiesen die Franzosen besonders im Vorjahr, als sie den Titel gewannen. „Pontoise ist unsere bislang größte Herausforderung in dieser Saison“, meint auch Borussias Spitzenspieler Timo Boll (Weltrangliste 9).

Dieser Herausforderung müssen sich die Borussen heute Abend (19.45 Uhr) im 35 Kilometer nordwestlich von Paris gelegenem Gemeindeverbund Cergy erstmals stellen. „Beide Mannschaften begegnen sich auf Augenhöhe, am Ende wird die Tagesform den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben“, erklärt Borussia-Trainer Danny Heister.

Erstmals seit vier Monaten hat er wieder die Qual der Wahl, denn Nationalspieler Patrick Franziska (44) ist nach seinem Syndesmosebandrisses wieder einsatzbereit.

Voraussichtlich werden aber eher Boll, Panagiotis Gionis (21) und Sharat Kamal Achanta (50) am Tisch stehen. Mit dieser Aufstellung ist die Borussia in 95 Prozent aller Fälle favorisiert. Pontoise jedoch ist mit seinem Team ebenbürtig. So kann Cergy-Coach Peter Franz Marcos Freitas (10), den Chinesen Wang Jian Jun, Kristian Karlsson (39) und Tristan Flore (112) aufbieten.

Boll unterlag Freitas

„Marcos Freitas ist ein echter Spitzenspieler geworden. Zudem hat sich Kristian Karlsson sehr gut entwickelt und auch Wang ist extrem gefährlich für jeden Spieler. An einem guten Tag können sie jeden schlagen. Nicht zu Unrecht wurden sie im vergangenen Jahr Champions-League-Sieger“, erläutert Boll respektvoll. Der frühere Düsseldorfer Freitas hatte im Herbst sein portugiesisches Nationalteam vor eigenem Publikum zum Mannschaftseuropameister-Titel geführt und im Endspiel unter anderem Timo Boll besiegt. Einfach wird es also keineswegs werden.

Derweil könnte es für Borussia-Manager Andreas Preuß nach dem Pokal-Sieg und der souveränen Tabellenführung in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) nun einen Schritt weiter gehen. „Dass wir national nur schwer zu bezwingen sind, haben wir in der TTBL und im Pokal in den vergangenen Wochen mehrfach gezeigt. Nun gilt es, zu beweisen, dass wir auch auf europäischer Ebene zu den Top-Teams gehören“, betont Preuß. „In Cergy müssen wir den Grundstein legen, um dann im Rückspiel acht Tage später den Sack hoffentlich zumachen zu können.“

Das Top-Duell des Viertelfinals bei AS Pontoise Cergy TT (Frankreich) wird am Donnerstag ab 19.45 Uhr live im Internet auf www.laola1.tv übertragen.