Borussia peilt einen neuen Zuschauerrekord an

Düsseldorf..  Für die Rekorde im deutschen Tischtennis ist eindeutig die Borussia zuständig. Deutscher Rekordmeister und Pokalsieger sind die Düsseldorfer. Die Plastikballkünstler vom Staufenplatz sind die einzigen „Einheimischen“, die die Champions League gewannen. Beim letzten Zuschauerrekord für die Tischtennis Bundesliga (TTBL), als vor sieben Jahren 4 500 Fans die Partie zwischen dem TTC Frickenhausen und der Borussia sahen, waren sie beteiligt. Doch Rekorde sind dazu da, um gebrochen zu werden. Und wenn ein Rekord im Tischtennis gebrochen wird, geht das eben nur mit Beteiligung der Borussia.

So werden die heutige TTBL-Begegnung zwischen dem Spitzenreiter und dem hartnäckigsten Verfolger TTC Fulda-Maberzell in der Hamburger Arena mehr als 5000 Zuschauer verfolgen. „Es ist fantastisch, was unsere Hamburger Freunde vom SC Poppenbüttel auf die Beine gestellt haben. Das Rahmenprogramm ist einmalig. Und wenn wir mit einem TTBL-Spiel mehr als 5000 Zuschauer in die Halle locken, ist das etwas ganz Außergewöhnliches“, meint Borussia-Manager Andreas Preuß. Beim Außergewöhnlichen setzt Jazz-Pianist Joja Wendt musikalische Akzente, für den Show-Auftritt zeichnet der Stadionsprecher des Fußball-Bundesligisten „Lotto King“ Karl verantwortlich.

Boll wieder im Training

Dennoch steht Tischtennis (ab 20 Uhr) im Mittelpunkt und dem Duell mit dem Vizemeister der vergangenen Saison fiebert man im Borussia-Lager entgegen. „Ich bin wieder im Training und freue mich auf unser Spiel in Hamburg“, sagte der Weltranglistenneunte und Borussia-Top-Star Timo Boll. Anfang Februar hatte er wegen Problemen am rechten Hüftbeuger eine dreiwöchige Pause eingelegt.

Damit ist der Borussia-Kader mit Boll, Panagiotis Gionis (Weltrangliste 22), Patrick Franziska (44) und Sharat Kamal Achanta (50) wieder komplett. Dieses Quartett hat sich bisher 30:2 Punkte erspielt und damit sechs Zähler Vorsprung auf Fulda. Da aber nur noch zwei Spieltage anstehen, ist der Borussia vor den Play offs der Platz an der Sonne nicht mehr zu nehmen. Probleme mit der Einstellung erwartet Heister aber nicht. „Vor so einer großen Kulisse spielen zu dürfen, ist für jeden Profi Motivation genug. Da will keiner verlieren“, so der Chefcoach.

Gleiches gilt allerdings auch für den TTC, bei denen Spitzenspieler Wang Xi seine Umstellungsprobleme vom herkömmlichen Zelluloid- auf den neuen Plastikball überwunden hat, der Ex-Borusse Christian Süß bisher alle Erwartungen übertraf und Abwehrspieler Ruwen Filus eine solide Saison spielt. In der Rückrunde blieben die Hessen bisher ungeschlagen und schoben sich durch diese Erfolgsserie auf den zweiten Tabellenplatz. Das hat das Selbstvertrauen in Maberzell gestärkt, doch an einen Erfolg scheint man nicht zu glauben.

„Wir sind es gewohnt, dass die Borussia gegen uns in Bestbesetzung, also mit Timo Boll antritt. Wir gehen klar als Außenseiter in die Begegnung, wollen aber einen packenden Fight bieten“, gibt TTC-Präsident Stephan Frauenholz als Losung aus.