Borussia kraftvoll gegen zahnlose Haie
16.04.2010 | 21:44 Uhr 2010-04-16T21:44:00+0200Grenzau. Im Halbfinal-Hinspiel in Grenzau gab es Freitag Abend einen klaren 3:1-Erfolg für Boll & Co.
Es war ein nicht gerade furcht-einflößendes Bild von einem Hai, das Freitag Abend an den Tischtennis-Tischen in Halle an der Brexbachstraße in Grenzau prangte. Ähnlich zahnlos wie der Papier-Raubfisch präsentierten sich im Halbfinal-Hinspiel der Deutschen Tischtennis-Liga der heimische TTC gegen die dafür umso kraftvoller zuschlagende Borussia. Der Deutsche Meister sicherte sich nach starken Leistungen vor rund 650 Zuschauern mit dem verdienten 3:1-Erfolg eine komfortable Position für das Rückspiel am 30. April (19.30 Uhr, Ernst-Poensgen-Allee). Da hatte auch der im Publikum sitzende Ex-Borusse Steffen Fetzner seine helle Freude.
Es ist genauso gelaufen, wie wir uns das vorher ausgemalt hatten“, frohlockte Borussia-Trainer Dirk Wagner.
Der hatte schon im ersten Einzel einen beeindruckend sicheren 3:0-Erfolg von Christian Süß gegen Tomas Pavelka gesehen. Bis zum Stand von 7:7 im ersten Satz hatten beide Kontrahenten Mühe mit dem eigenen Aufschlag. Einzelmeister Süß stellte dies zuerst ab und war danach nicht mehr zu bremsen, spielte souverän auf.
Sein Teamkollege Timo Boll brauchte hingegen einen Satz Anlaufzeit, um auf Touren zu kommen. Gegen den künftigen Borussen Patrick Baum unterlag Boll im ersten Durchgang mit 6:11, nahm dies aber als Weckruf und spielte danach furios seinen nun chancenlosen Gegenüber förmlich an die Wand. Da jubelten nur noch die rund 40 mitgereisten Düsseldorfer Anhänger in der Halle.
Nerven zeigte indes der Niederländer Trinko Keen, der fahrig und wackelig gegen Kenji Matsudaira agierte und folgerichtig mit 1:3 unterlag. „Trinko setzt sich im Moment selbst zu sehr unter Druck, will etwas besonderes machen und verliert dann den Faden“, haderte Trainer Wagner.
So musste erneut Boll ran, diesmal gegen Pavelka. Auch der Spitzenspieler der Gastgeber war gegen die aktuelle Nummer fünf der Weltrangliste chancenlos, Boll siegte im Schnelldurchgang glatt in drei Sätzen und stieß die Tür zum Finale damit ganz weit auf.
„Das war ein großer Schritt in Richtung Finale“, jubelte danach Borussia-Manager Andreas Preuß, während Coach Wagner sich noch zurückhaltender gab: „Das ist eine gute Grundlage.“
TTC Grenzau – Borussia 1:3
Einzel: Tomas Pavelka – Christian Süß 7:11, 7:11, 6:11; Patrick Baum – Timo Boll 11:6, 4:11, 6:11, 5:11; Kenji Matsudaira – Trinko Keen 13:11, 11:3, 13:11; Tomas Pavelka – Timo Boll 3:11, 2:11, 6:11.
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