Borussia Düsseldorf gewann trotz Bolls Verletzung
14.02.2010 | 20:24 Uhr 2010-02-14T20:24:00+0100
Hagen. Die Düsseldorfer besiegten Tabellenführer Fulda im Spitzenspiel mit 3:2. Der Europameister erlitt beim Einspielen entweder eine starke Oberschenkelzerrung oder sogar einen Muskelfaserriss.
1300 Zuschauer in der Hagener Phönix-Halle erlebten am Sonntag Nachmittag einen Tischtennis-Krimi. Mit einem Happy End für „Gastgeber” Borussia. Der deutsche Rekordmeister gewann das DTTL-Spitzenduell mit 3:2 gegen den TTC Fulda-Maberzell und überholte damit nach Minuspunkten (20:4) wieder den Tabellenführer (22:6).
„Das sind zwei ganz wertvolle Punkte uns”, jubelte Borussia-Manager Andreas Preuß. „Kompliment an die Mannschaft, dass wir dieses Spiel überhaupt gewonnen haben.” Denn die Düsseldorfer mussten gleich mit zwei verletzten Akteuren antreten. Neben Seiya Kishikawa, der bereits beim 3:1-Erfolg am Freitagabend im Champions League-Match gegen Roskilde durch eine Sehnenentzündung im Daumen gehandicapt war und in Hagen gegen Fuldas chinesischen Abwehrkünstler Wang Xi mit 0:3 klar unterlag, hatte es auch Timo Boll erwischt. Der deutsche Tischtennis-Star klagte beim Einspielen vor der Partie über Schmerzen im rechten Oberschenkel. „Eine starke Zerrung oder sogar ein Muskelfaserriss”, meinte Borussia-Physiotherapeut Ole Nauert.
Quasi nur im Stand konnte Boll seine Partien bestreiten, gewann dennoch nach Abwehr einiger Matchbälle gegen den Schweden Robert Svensson mit 3:2, unterlag aber Wang Xi 0:3. „Dass Timo überhaupt einen Punkt geholt hat, ist fast schon ein Wunder”, lobte Borussia-Manager Andreas Preuß.
Weil außerdem Christian Süß den 44-jährigen schwedischen Altstar und Ex-Weltmeister Jan-Ove Waldner mit 3:1 schlug, musste das Doppel das Match entscheiden. Und auch hier war es spannend bis zum letzten Ballwechsel. Mit 12:10 gewann Süß mit Kishikawa gegen Waldner/Meng den fünften Satz und sorgte damit fürs Düsseldorfer Happy End.
Einzel: Timo Boll – Robert Svensson 3:2 (8:11, 11:8, 7:11, 11:3, 13:11); Seiya Kishikawa – Wang Xi 0:3 (7:11, 7:11, 7:11); Christian Süß – Jan-Ove Waldner 3:1 (6:11, 11:8, 11:8, 11:3); Boll – Wang 0:3 (5:11, 9:11, 10:12).
Doppel: Kishikawa/Süß – Waldner/Meng Quin Yu 3:2 (13:11, 7:11, 6:11, 11:9, 12:10).
Zuschauer: 1300.
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