Borussen ließen die Korken knallen
03.01.2011 | 10:51 Uhr 2011-01-03T10:51:00+0100
Nur Sekunden, nachdem Patrick Baum der 3:0-Sieg über den Ex-Borussen Seiya Kishikawa und damit das 3:0 über den „ewigen Rivalen“ Ochsenhausen im Stuttgarter Tischtennis-Pokalfinale gelungen war, tanzten die Borussen im Kreis herum. Timo Boll, Christian Süß, Janos Jakab, Physiotherapeut Ole Nauert, Fritz Wienke und Manager Andreas Preuß fielen dem Vize-Europameister nach dessen Siegpunkt um den Hals.
Laola-Welle
mit den Fans
Dass das Rekordmeister-Aufgebot, angeführt von Preuß, danach mit den Fans die Laola-Welle übte und Christian Süß bei der Siegerehrung seine Kollegen und alle, die sich nicht schnell genug retten konnten, mit dem Sieger-Schampus duschte, ist Borussia-Tradition.
Dass Patrick Baum zuvor beim 3:1-Halbfinal-Sieg über TTC Fulda gegen den Chinesen Xi Wang Borussias einziges Spiel abgegeben hatte, ärgerte da niemand mehr. Außer den Neu-Borussen Baum...
„Borussia ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und hat den Pokal verdient verteidigt“ lobte DTTB-Vizepräsidentin Heike Ahlert, die die Siegerehrung vornahm. Übrigens mit der Wiederholung des Ergebnisses vom 27. Dezember 2009 in der Dortmunder Westfalenhalle, als Borussia durch ein 3:0 über die TTF Ochsenhausen den 19. Pokalsieg feierte. Zeuge der souveränen Borussen-Vorstellung in der Stuttgarter Porsche-Arena waren 3450 Zuschauern, die von den „Schwaben“ der TTF enttäuscht schienen.
Während Danny Heister in seinem ersten Finale als neuer Borussia-Trainer mit seinen Schützlingen Timo Boll, Christian Süß und Patrick Baum gleich den „Cup“ vom Neckar mit an den Rhein holte, feierte Borussia mit dem Erfolg bereits den 20. Pokalsieg, den 55. Titel insgesamt.
Auch, wenn Timo Boll nach der Siegerehrung erklärte, dass eine gewisse Anspannung vor dem Endspiel immer da sei, aber man sich das Finale schwieriger vorgestellt habe, so konnte man in den Gesichtern der Borussia-Offiziellen auf der Spieler-Bank, von Präsident Fritz Wienke über Manager Andreas Preuß, Geschäftsführer Jo Pörsch bis hin zu Verwaltungsrats-Chef Hans-Wilhelm Gäb, bis zum letzten Ballwechsel des Endspiels pure Anspannung erkennen.
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