Das aktuelle Wetter NRW 12°C
2. Basketball-Bundesliga

Blamables Weihnachtsfest

18.12.2011 | 19:26 Uhr
Blamables Weihnachtsfest

Düsseldorf. Immer wieder brüllte Topstar Aubrey Reese seine Mitspieler für mehr Konzentration an. Doch alles Reden brachte nichts. Die Giants kassierten mit Neuzugang Quadre „Q“ Lollis die zweite Niederlage in Folge und lieferten beim 66:80 (37:42) gegen Basketball-Zweitliga-Konkurrent Science City Jena die schlechteste Saisonleistung ab. Allein Reese zeigte Normalform und setzte mit 35 Punkten nicht nur eine neue Saisonbestleistung, sondern markierte auch mehr als die Hälfte aller Giants-Punkte.

„Es ist schön, einen Superstar zu haben. Aber er muss auch von der Mannschaft unterstützt werden. Ich hoffe, das war für unsere jungen Spieler ein Warnschuss. Die ProA ist kein Wurfcontest, sondern ein großer Kampf. Die größeren Kämpfer waren diesmal die Gegner“, kritisierte Giants-Trainer Murat Didin.

Vor einer Woche brachten Didins Giganten das Kunststück fertig, in Paderborn noch eine 23-Punkte-Führung aus der Hand zu geben. Im letzten Heimspiel des Jahres sollte ein rauschendes Basketball-Weihnachtsfest die Schmach vergessen machen. Doch gegen den Favoritenschreck aus Jena, der mit dem Mitteldeutschen BC auch schon dem Mitfavoriten um den Aufstieg ein Bein gestellt hatte, fanden die Reisholzer kein Mittel.

Sechsmal zweistellig

Von der ersten Spielminute an diktierten die Hightowers mit einer geschlossenen Mannschaftsleitung das Geschehen auf dem Parkett – am Ende trafen gleich sechs Jenaer zweistellig in die Reuse.

Hingegen war bei den Giganten eine Ein-Mann-Show im Gange. Topstar Aubrey Reese nahm das Heft in die Hand und stemmte sich gegen ein Blamage. Bereits zur Halbzeit hatte der US-Amerikaner 21 Punkte auf dem Konto. Was nicht viel nützte. Nach dem ersten Viertel hatten die Gäste ein 23:15 im Rücken.

Nur einmal keimte Hoffnung auf. Kurz vor der Halbzeit zischte ein Drei-Punkte-Wurf von Marc Liyanage zum 37:40 in den Korb.

Unmittelbar nach der Pause verkürzte Marin Petric zwar auf 41:42. Aber mit Ausnahme von Reese ließen die Werfer weiter den nötigen Biss beim Zug zum Korb vermissen. Das dritte Viertel unterstrich in der Folge die Überlegenheit der Thüringer. Jena überzeugte nicht nur defensiv, sondern auch bei schnörkellos vorgetragenen Angriffen.

„Wir wussten, dass es schwer werden würde, Reese zu kontrollieren. Daher haben wir versucht, die anderen Werfer aus dem Spiel zu nehmen. Unsere Strategie ist aufgegangen“, lobte Gäste-Trainer Georg Eichler sein Team.

Dreimal hatten die Giganten die Chance, mit einer Offensivwelle die Führung zu übernehmen. Alle Versuche scheiterten kläglich. „Drei Dinge bestimmen über Sieg und Niederlage: Offensive, Defensive und die Kommunikation. In allen drei Punkte waren wir nicht gut genug“, betonte Neuzugang Quadre Lollis (zuletzt beim insolventen italienischen Erstligisten Rimini) nach der Heimpremiere.

Der 38-jährige Routinier hatte zudem Pech, als ihm Gegenspieler Tim Schwartz im dritten Viertel auf den Rücken fiel. Lollis musste minutenlang behandelt werden. Eine Untersuchung soll heute eine genaue Diagnose der Verletzung liefern.

Mareike Scheer

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6175208/create

Aktuelle Fotos und Videos
RAMS Summer-Cup 2012
Bildgalerie
Fotostrecke
World Team Cup im Rochusclub
Bildgalerie
Fotostrecke
Panther - Hamburg Devils
Bildgalerie
Football
Panther feiert Sieg
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Ex-DEG-Verteidiger Holzer im AHL-Finale
Eishockey
Düsseldorf. Vor zwei Jahren wagte Ex-DEG-Verteidiger Korbinian Holzer den Sprung über den großen Teich, um sein Ziel von einer Karriere in der NHL zu verwirklichen, der besten Eishockey-Liga des Planeten. Nun steht der Abwehrrecke mit den Toronto Marlies in der AHL vor dem bislang größten Triumph...
Hertha BSC stellt Fortuna auf weitere Geduldsprobe
Fortuna
Die Planungen für die Bundesliga laufen bei Fortuna Düsseldorf auf Hochtouren. Zuletzt wurde die Verpflichtung von Bruno Soares bekannt gegeben. Doch Ruhe kehrt immer noch nicht ein. Denn Hertha BSC könnte noch einmal Einspruch einlegen. Die Entscheidung darüber fällt am Dienstag.
Text