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Basketball

Bissige "Tiger" schüchterten Giants ein

14.02.2010 | 20:27 Uhr
Bissige "Tiger" schüchterten Giants ein

In Tübingen leisteten sich die Düsseldorfer satte 25 Ballverluste und unterlagen trotz eines überraschenden Comebacks von Koko Archibong nach einem Herzschlagfinale mit 79:82.

Den Giants stockte der Atem. Als Brendan Winters, Leistungsträger des Basketball-Bundesligisten, acht Sekunden vor dem Ertönen der finalen Sirene die Verantwortung in beide Hände nahm und einen letzten verzweifelten Wurf auf die Reise schickte, lag die Entscheidung wortwörtlich in der Luft. Zwischen Sieg und Niederlage bei den Tübinger Tigers trennte nun nur noch der Ring, auf dessen Oberkante der Ball zunächst förmlich „tanzte”, am Ende jedoch zurück ins Feld fiel und somit nach einem letzten verwandelten Tübinger Freiwurf die 79:82-Niederlage der Düsseldorfer besiegelte.

Für den beim finalen Wurf glücklosen Schützen Brendan Winters wäre es das I-Tüpfelchen auf einen ganz starken Abend gewesen, was man indes nicht von allen Teamkollegen behaupten konnte. Die Giants ließen sich von der aggressiven Tübinger Abwehr reihenweise einschüchtern und produzierten Ballverluste am Fließband. Satte 25 Turnover hatte Achim Kuczmann am Ende notiert.

Kokos Blitz-Genesung

konnte Team nicht beflügeln

„Dass wir bei einer so hohen Anzahl an Turnovers überhaupt noch einmal ins Spiel zurückgekommen sind”, bekannte der Giants-Trainer, „ist schon beachtlich”. Die Blitz-Genesung von Koko Archibong (linker Ringfinger ausgekugelt) schien seine Teamkollegen wie auch den 28-Jährigen selbst eher zu hemmen als zu beflügeln.

Von Beginn an hatte der amerikanische Leistungsträger mit Fouls zu kämpfen und erwischte auch sonst einen rabenschwarzen Tag. Erst als Brendan Winters nach neun Spielminuten und bei 8:17-Rückstand das Parkett betrat, wendete sich das Blatt.

Angetrieben von Winters, verkürzten die Giants auf 17:21 und erhöhten aus der Distanz den Druck auf den Korb der „Tiger”, die nur noch durch ihre Center wie Romeo Travis Zähne zeigten. Als dieser jedoch zu Beginn der zweiten Halbzeit mit seinem zweiten unsportlichen Foul vom Parkett flog, gelang den Giants der Ausgleich (53:53).

Die Schlussphase gipfelte bis zu Winters Entscheidungswurf in einem Herzschlagfinale. „Ohne unseren vielen Ballverluste”, glaubt Coach Achim Kuczmann, „wäre mehr drin gewesen!”

Marcus Gülck

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