Bernhard Ebner spielt wieder für Deutschland

Der ehrgeizige 24-jährige Verteidiger der DEG befindet sich im Leistungsaufschwung und hilft dem achtmaligen deutschen Meister, die Pre-Play-offs nicht aus den Augen zu verlieren.

Düsseldorf. Keine zehn Spiele mehr, dann könnte die DEG nach zwei sportlich mageren Jahren in den Kreis der Play-off-Teilnehmer der Deutschen Eishockey Liga zurückkehren. Die Chancen dafür stehen gut, denn durch die beiden Siege in Wolfsburg (2:1) und gegen den Tabellenzweiten München (7:3), verschaffte sich die DEG ein wenig Luft gegenüber den direkten Konkurrenten. Der derzeitige siebte Tabellenplatz mit Kontakt nach oben ist der gerechte Lohn für die täglich harte Arbeit. DEG-Trainer Christof Kreutzer mahnte nach dem jüngsten Erfolg gegen die Bayern dennoch eindringlich: „Dieser Sieg ist schön, aber wir müssen auf dem Teppich bleiben und nach unten schauen, damit wir die Pre-Play-offs erreichen.“ Für das unumstößliche Saisonziel benötigt es nach 52 Runden mindestens den zehnten Rang.

Spannender Kampf

Doch bevor der spannende Kampf um die Qualifikationsplätze endgültig entschieden wird, bekommen die Rot-Gelben nach dem Heimspiel gegen Ingolstadt morgen (19.30 Uhr, Rather Dome) und dem 207. rheinischen Derby am Sonntag in Köln (14.30 Uhr) eine letzte Verschnaufpause. Nach dann immerhin sieben Partien in nur 16 Tagen eine durchaus willkommene Möglichkeit zur Erholung. Nicht aber für Bernhard Ebner. Der Verteidiger wurde von Bundestrainer Pat Cortina für den Slovakia Cup (5. bis 7. Februar in Banská Bystrica) nominiert.

„Wenn man eine Einladung bekommt, dann hat man sich zu freuen“, sagt Ebner und beteuert trotz Doppelbelastung, auch für Deutschland sein Bestes zu geben, da er immer gewinnen wolle.

Nach einem eher durchwachsenen Saisonstart mit teils schwachen Leistungen stabilisierte sich Ebner zuletzt merklich. „Ich war am Anfang zu inkonstant, wollte vielleicht zu viel. Aber ich habe mich gesammelt und bin jetzt zufrieden mit meinen Leistungen“, bestätigt Ebner selbst. Der nun seit rund zwei Monaten anhaltende Aufschwung dürfte auch Nationaltrainer Cortina nicht entgangen sein, als er vergangenen Freitag gegen den Krefelder EV zu Gast im Dome war, auch wenn Ebner mit der DEG eine bittere 4:5-Niederlage einstecken musste.

Noch eine Spur besser präsentierte sich Ebner allerdings gegen den EHC München, als die Rot-Gelben gegen den Favoriten einen 0:2-Rückstand drehten. Ebner selbst steuerte den Treffer zur wichtigen 4:3-Führung bei, der später den Grundstein für den Erfolg legte. Verteidigungspartner Stephan Daschner, den Cortina ebenfalls bereits auf dem Zettel haben könnte, legte den Puck per Querpass mustergültig auf. Beinahe wäre der Treffer aber gar nicht gefallen. „Es war ein Konter, und hätte ich direkt gesehen, dass Daschner außen die Scheibe hatte, wäre ich vermutlich zur Absicherung hinten geblieben. Aber er hat das super gemacht, ich musste nur noch den Schläger hinhalten“,schmunzelt Ebner.

Von den Mitspielern wird das Defensiv-Duo ohnehin ab und an damit aufgezogen, dass sie eher „offensive Mittelfeldspieler“ als Verteidiger seien. Doch mit zusammen 39 Scorerpunkten liegen die Argumente eindeutig auf ihrer Seite. Denn wenn die Leistung hinten stimmt, sind Tore ein Bonus, der am Ende die Play-offs bedeuten könnte.