Fortunas Beinahe-Helden
10.03.2013 | 17:47 Uhr 2013-03-10T17:47:00+0100
München/Düsseldorf. Beim FC Bayern München sorgten die Fortunen für beste Unterhaltung. Trotz der 2:3-Niederlage beim Fast-Meister war die Stimmung unter den mehr als 7000 Düsseldorfer Fans euphorisiert. Ein Kommentar.
Fußball ist nicht nur schnöder Ergebnissport. Sondern immer auch ein Stück weit gute Live-Unterhaltung. Selbst für computer-dominierte Zeitgenossen. Sonst würden sich nicht Woche für Woche, medial seit Jahren natürlich auch angeheizt wie nie, die Bundesliga-Arenen füllen.
Für prächtige Unterhaltung hatten Düsseldorfs Fortunen am Samstag in München unerwartet gesorgt. Vielleicht war auch deshalb trotz der 2:3-Niederlage beim Fast-Meister, Pokal-Favoriten und Champions-League-Titelanwärter FC Bayern die Stimmung unter den mehr als 7000 Fortuna-Reise-Fans, gelinde geschrieben, euphorisiert
Die Beinahe-Helden wurden von ihren Anhängern am Abend selbst noch im Flugzeug gefeiert. Kapitän Andreas Lambertz für seinen ersten Bundesliga-Treffer vorneweg. Zuvor hatten die Düsseldorfer die Fröttmaninger Arena gerockt, machten ihr Gast- zum Heimspiel.
Der letztendlich erfolglose, aber aufregende Nachmittag bleibt allen Live-Guckern im Gedächtnis haften. Zumindest in dieser Bundesliga-Saison, die für Fortuna nach der Augsburger Heimniederlage vom Freitag gegen Nürnberg weiter im günstigen Fahrwasser zu gleiten scheint.
Erst vier Spielminuten vor dem Ende musste sich Fortuna Düsseldorf bei Fußball-Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München mit 2:3 geschlagen geben. Nach Abpfiff gab es viele Komplimente für den Aufsteiger - aber keine Punkte. Zudem musste Routinier Lambertz verletzt vom Platz runter.
Für mehr als ein saisonales Ausrufezeichen hätte schon der Sieg in München hergemusst. Oder ein verbaler Aussetzer. Apropos: Gestern feierte Giovanni Trapattonis Münchener „Struuunz“-Wutrede ihren 15. Geburtstag. Der Italiener bügelte damals schnaubend („gespielt wie Flasche leer“) vor laufender TV-Kamera die Herren Spieler glatt. Thomas Strunz, Mario Basler und Mehmet Scholl explizit.
Allen dreien hat’s nicht geschadet. Der medial gut verdrahtete Thomas Strunz beispielsweise arbeitet mit Rechtsanwalt und Fabian-Giefer-Berater Tobias Sander gemeinsam für die Düsseldorfer Agentur TS Sports. Ihr Schützling im Fortuna-Gestänge hatte bei den Bayern ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt. Und seinen zuletzt diskutierten Wert untermauert. Auch ohne Sensationssieg.
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