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Fortunas Beinahe-Helden

10.03.2013 | 17:47 Uhr
Fortunas Beinahe-Helden
Da lag was in der Luft: Torschütze Mathis Bolly, Andreas Lambertz und Robbie Kruse feiern das 1:0.Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

München/Düsseldorf.  Beim FC Bayern München sorgten die Fortunen für beste Unterhaltung. Trotz der 2:3-Niederlage beim Fast-Meister war die Stimmung unter den mehr als 7000 Düsseldorfer Fans euphorisiert. Ein Kommentar.

Fußball ist nicht nur schnöder Ergebnissport. Sondern immer auch ein Stück weit gute Live-Unterhaltung. Selbst für computer-dominierte Zeitgenossen. Sonst würden sich nicht Woche für Woche, medial seit Jahren natürlich auch angeheizt wie nie, die Bundesliga-Arenen füllen.

Für prächtige Unterhaltung hatten Düsseldorfs Fortunen am Samstag in München unerwartet gesorgt. Vielleicht war auch deshalb trotz der 2:3-Niederlage beim Fast-Meister, Pokal-Favoriten und Champions-League-Titelanwärter FC Bayern die Stimmung unter den mehr als 7000 Fortuna-Reise-Fans, gelinde geschrieben, euphorisiert

Die Beinahe-Helden wurden von ihren Anhängern am Abend selbst noch im Flugzeug gefeiert. Kapitän Andreas Lambertz für seinen ersten Bundesliga-Treffer vorneweg. Zuvor hatten die Düsseldorfer die Fröttmaninger Arena gerockt, machten ihr Gast- zum Heimspiel.

Bayern bezwingen Fortuna

Der letztendlich erfolglose, aber aufregende Nachmittag bleibt allen Live-Guckern im Gedächtnis haften. Zumindest in dieser Bundesliga-Saison, die für Fortuna nach der Augsburger Heimniederlage vom Freitag gegen Nürnberg weiter im günstigen Fahrwasser zu gleiten scheint.

Fortuna
Fortuna Düsseldorf schnupperte in München an der Sensation

Erst vier Spielminuten vor dem Ende musste sich Fortuna Düsseldorf bei Fußball-Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München mit 2:3 geschlagen geben. Nach Abpfiff gab es viele Komplimente für den Aufsteiger - aber keine Punkte. Zudem musste Routinier Lambertz verletzt vom Platz runter.

Für mehr als ein saisonales Ausrufezeichen hätte schon der Sieg in München hergemusst. Oder ein verbaler Aussetzer. Apropos: Gestern feierte Giovanni Trapattonis Münchener „Struuunz“-Wutrede ihren 15. Geburtstag. Der Italiener bügelte damals schnaubend („gespielt wie Flasche leer“) vor laufender TV-Kamera die Herren Spieler glatt. Thomas Strunz, Mario Basler und Mehmet Scholl explizit.

Allen dreien hat’s nicht geschadet. Der medial gut verdrahtete Thomas Strunz beispielsweise arbeitet mit Rechtsanwalt und Fabian-Giefer-Berater Tobias Sander gemeinsam für die Düsseldorfer Agentur TS Sports. Ihr Schützling im Fortuna-Gestänge hatte bei den Bayern ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt. Und seinen zuletzt diskutierten Wert untermauert. Auch ohne Sensationssieg.

Michael Ryberg

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