„Außenseiter, aber nicht chancenlos“

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Was wir bereits wissen
Landesligist Gerresheim mus nach Radevormwald. Jahn/West erwartet den Tabellenzweiten Dümpten.

Düsseldorf. Handball-Landesligist HSG Jahn/SC West hat zum Ende der Hinrunde noch zwei ganz dicke Brocken vor der Brust – den Tabellenzweiten HSV Dümpten (Samstag, 18.15 Uhr, Tersteegenstraße) und Dritten HSG Velbert/Heiligenhaus. Dies kann HSG-Trainer Markus Wölke jedoch nicht schrecken, da seine Schützlinge mit Rang sechs und 12:10 Punkten voll im Soll sind und nicht unbedingt gewinnen müssen: „Wir können ganz entspannt ins Spiel gehen und schauen, was wir gegen so einen Gegner machen können.“ Dieser spielt seit Jahren in der Spitze der Landesliga mit und kann auf eine ganze Reihe von ober- und verbandsliga-erfahrenen Akteuren bauen. Mit nur einem Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter DJK Styrum haben die Mülheimer noch allerbeste Chancen im Aufstiegsrennen, dürfen sich andererseits gegen Jahn/West aber auch keinen Fehltritt erlauben. Bis auf die Abwehrspezialisten Jörn Krägelow und Gregor Schlingermann sind die Oberkasseler komplett.

Große Verletzungsprobleme

Die HSG Rade/Herbeck gehört als Vierter zwar noch zur Spitzengruppe der Landesliga, hat bei vier Punkten Rückstand auf Styrum aber nur noch Außenseiter-Chancen auf die Meisterschaft. Gleichwohl hängen für die HSG Gerresheim, mit der als Neunter in der Tabelle das untere Drittel beginnt, die Trauben in Radevormwald hoch. Da die Gastgeber zuletzt jedoch von Verletzungsproblemen gebeutelt wurden und vor der Weihnachtspause überraschend einen Punkt in Unterrath (33:33) ließen, sieht Trainer Ralf Müller seine Schützlinge nicht ganz chancenlos, räumt aber ein: „Wenn die HSG topfit ist, sind wir gegen deren ausgeglichen besetzten Kader klar in der Außenseiterrolle. Andererseits hat Rade eine Truppe, mit deren Spielweise wir gut zu Recht kommen. Deshalb hatten wir gegen sie in der vergangenen Saison mit einem Sieg und einer Niederlage eine ausgeglichene Bilanz.“

Mit zuletzt zwei Siegen in Folge hat sich der ETB SW Essen von der Abstiegszone abgesetzt und ist bis auf einen Punkt an die SG Unterrath auf Platz acht herangerückt. Somit ist er ein direkter Konkurrent der Gäste um den Klassenerhalt. SGU-Trainer Burkhard Räker sieht die Essener leistungsmäßig auf gleichem Niveau: „Der ETB hat ähnliche Ergebnisse erzielt wie wir. Er dürfte deshalb ein Gegner auf Augenhöhe sein, gegen den ich ein ganz enges Spiel erwarte.“ Deshalb ist Räker froh, dass sein Team nach der Weihnachtspause nicht kalt in die Begegnung geht, sondern am vergangenen Wochenende den Kreispokal nutzen konnte, um wieder in den Wettkampf-Rhythmus zu finden. Nach seiner Verletzungspause wird Rechtsaußen Sebastian Pyde wieder dabei sein, dafür wird aber wahrscheinlich Kreisläufer Kevin Michalski ausfallen.