Aufstiegszug ist endgültig abgefahren
09.08.2009 | 19:42 Uhr 2009-08-09T19:42:00+0200Die Panther führten gegen Lübeck bis 17 Sekunden vor Schluss und verloren unglücklich mit 20:22.
Völlig frustriert saß Estrus Crayton, der amerikanische Ballträger der Panther-Footballer, am Sonntag Nachmittag nach der knappen 20:22 (0:6,7:6,6:7,7:3)-Niederlage vor 700 Fans gegen die Lübeck Cougars noch lange auf der Hochsprungmatraze, die hinter dem Spielfeld auf der kleinen Kampfbahn aufgebaut ist. Er konnte den Spielverlauf und die Niederlage der Raubkatzen nicht fassen. „Ich bin sehr enttäuscht, dass wir verloren haben aber auch wie wir verloren haben. Wir haben als Team einfach sehr schlecht gespielt.”
Dohrendorf traf aus 42 Yards
Die Partie war in der Tat schlecht - aber trotzdem sehr spannend. Die Entscheidung zu Gunsten der Gäste fiel erst 17 Sekunden vor Schluss. Lübecks Julian Dohrendorf, der alleine 15 Gäste-Punkte erzielte, zeigte im zweiten Anlauf - zwei Minuten zu vor war er noch aus gleicher Distanz gescheitert, - dass er nicht nur fangen, sondern auch schießen kann. Ganz sicher traf er aus 42 Yards durch die Stangen und sorgte für grenzenlosen Jubel bei seinen Mitspielern.
Nach diesem Fieldgoal von Dohrendorf hatten die tapferen Panther nochmal die Gelegenheit zurück zu kommen, aber Raubkatzen-Kicker Markus de Haer schaffte es nicht aus 57 Yards das Football-Ei durch die Stangen der Lübecker zu schießen. „Vor dem Spiel beim Aufwärmen hatte er genau noch aus dieser Weite getroffen” ärgerte sich Cheftrainer Hanselmann.
Vor diesen dramatischen Minuten war sein Team nur sehr schwer ins Spiel gekommen - alleine der Nationalmannschaftsspielmacher der Panther, Fabian Schorn, warf im ersten Spielviertel zwei Bälle in die Hände der Gäste.
Die Cougars profitierten von diesen vielen Fehlern der Raubkatzen und erzielten zwei Touchdowns. Bei den Panthern lief bis kurz vor der Pause nichts zusammen. Erst mit dem Halbzeitpfiff fiel der Anschluss durch den wiederrum stark spielenden Ballträger der Gastgeber, Steve Coles, der sich bei seinem Lauf von 14 Yards unbeirrt in die Endzone der Gäste tankte.
Wie tief der Frust bei den Panthern über diese schlechte erste Hälfte lag, sahen die 700 Zuschauer dann in der Teamzone der Panther: Lautstark gerieten Fabian Schorn und sein Kollege Hannes Irmer aneinander und konnten nur von den eingreifenden Mitspielern daran gehindert werden, sich noch intensiver zu unterhalten.
Vielleicht war es aber auch ein Weckruf, denn zur zweiten Halbzeit hatten die Gäste aus Lübeck nicht mehr so viel Raum wie im ersten Durchgang. Die Raubkatzen kamen engagierter aus der Pause und drehten das Spiel durch einen Touchdown von Schorn und Steve Coles zur zwischenzeitlichen 20:19-Führung für die Raubkatzen, die aber nur bis 17 Sekunden vor dem Ende hielt. Für die Panther ist nun mit 13:9 Punkten der Zug zum Aufstieg endgültig abgefahren.
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