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Aufsteiger Fortuna gelingt die Sensation

15.11.2009 | 21:06 Uhr
Aufsteiger Fortuna gelingt die Sensation

Im Lokalderby der Landesliga kämpfte das Schlusslicht den bis dahin noch ungeschlagenen Spitzenreiter TV Angermund mit 24:22 nieder.

Mit viel Kampf und einer am Ende starken Aufholjagd belohnten sich die Handballer der HSG II im Oberliga-Duell der Profi-Reserven beim TuSEM Essen II noch für eine gute Leistung. Dabei hatte es über weite Strecken der Partie nicht nach einem 37:35-Sieg der Düsseldorfer ausgesehen. Zwar erwischte die HSG II mit 10:6 einen guten Start, geriet in doppelter Unterzahl aber bis zur Pause mit 15:20 in Rückstand.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TuSEM zunächst überlegen, bevor die Düsseldorfer in der Schlussviertelstunde zum Endspurt ansetzen und mit den jeweils elf Mal erfolgreichen Max Kronenberg und David Hansen die überragenden Torschützen in ihren Reihen hatten.

25 Minuten lang schickten sich die Handballer von Verbandsliga-Aufsteiger HSG Jahn/West an, bei Spitzenreiter SG Langenfeld für eine Überraschung zu sorgen. Doch nach 13:10-Führung kassierten die Oberkasseler bis zur Halbzeit noch fünf Treffer, kämpften sich allerdings bis zur Mitte des zweiten Durchgangs noch einmal auf 21:24 heran.

Kassens vermisste

den „letzten Willen”

Am Ende setzte sich Langenfeld aber mit 35:25 durch. „Zu deutlich”, fand Jahn/West-Trainer Jan Kassens, der bei seinen Spielern den „letzten Willen” vermisste.

Für die Sensation des Spieltags in der Landesliga sorgte Schlusslicht Fortuna. Im Lokalderby gegen den bis dahin noch ungeschlagenen Spitzenreiter TV Angermund feierte der Aufsteiger einen 24:22-Erfolg. Vor allem in der gut gestaffelten Abwehr kämpfte Fortuna die Angerländer nieder und geriet nur einmal mit 19:20 in Rückstand. In der Schlussphase versuchte der TVA noch einmal alles, musste aber nach Roten Karten gegen Bernd van Steegen (dritte Zeitstrafe) und Domenik Müller (grobes Foulspiel) in Unterzahl agieren. „Das war eine unglaubliche Mannschaftsleistung. Wir haben Angermund mit viel Leidenschaft und Biss niedergekämpft”, freute sich Fortunas Co-Trainer Sven Maletzki, während TVA-Coach Maks Osterc seinen Spielern eine „katastrophale Leistung” attestierte.

Mit „personellen Konsequenzen”, droht Jörg Brandenburg, Trainer der TSG Benrath, seinen Spielern nach der 23:27-Niederlage bei der SG Überruhr. Nach 13:10-Pausenführung gerieten die Benrather vorentscheidend mit 14:20 in Rückstand.

Auch den Handballerinnen der HSG ging beim HSV Gräfrath die Puste aus. Der Oberligist führte eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff noch mit 22:16, musste sich am Ende jedoch mit 27:28 geschlagen geben.

Marcus Gülck



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