Auf dem Kiez lebt die Hoffnung auf den Klassenerhalt

Es ist alles angerichtet für ein stimmungsvolles Duell zwischen dem FC St. Pauli und der Düsseldorfer Fortuna. Mit 23 584 Zuschauern wird das Millerntor-Stadion am Montagabend ausverkauft sein. Bei der im Umbau befindlichen Nordtribüne wurde auch an die Gästefans gedacht. Eine Zusatztribüne auf der bis zum zweiten Rang fertiggestellten Nordtribüne soll rund 700 Fortuna-Fans Platz bieten. Die Stahlkonstruktion wird an der Ecke zur Gegengerade errichtet.

Ein ähnliches Improvisationstalent ist von den Hamburgern gefragt, wenn es um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geht. Noch hat der Tabellenletzte die Hoffnung nicht aufgegeben. Nicht zuletzt der Punktabzug gegen den VfR Aalen spielte den Nordlichtern in die Karten. Aufgrund eines wiederholten Verstoßes gegen eine Lizenzierungsauflage im Bereich der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wurden den Baden-Württembergern zwei Punkte abgezogen. Somit liegen alle drei Mannschaften in der Abstiegszone mit nun 22 Punkten gleichauf.

Mit einem Heimsieg gegen die Fortuna wollen die Kiezkicker einen ersten Schritt aus dem Tabellenkeller machen. Dafür muss sich die Mannschaft von Trainer-Fuchs Ewald Lienen vor allem defensiv stabilisieren. Wie im Testspiel zuletzt gegen eine B-Elf von Borussia Mönchengladbach, der man ein respektables torloses Remis abtrotzte. In der Liga ist der FC St. Pauli mit 44 Gegentoren die Schießbude und hat dementsprechend großen Respekt vor Fortunas torgefährlichen Sturm-Duo Benschop/Pohjanpalo. „Die Fortuna hat den zweitbesten Sturm der Liga, da müssen wir in der Defensive unsere Aufmerksamkeit, Aggressivität und Kompaktheit beibehalten“, fordert Lienen.

Ein Wiedersehen auf Pauli gibt es für Fortunas Sportvorstand Helmut Schulte, der von 1987 bis 1991 am Millerntor als Trainer in der Verantwortung stand. Natürlich drückt er seinem Ex-Klub die Daumen für den Klassenerhalt. Nur nicht am Montagabend. So oder so freut sich nicht nur der Sauerländer auf ein stimmungsvolles Kräftemessen der beiden kultigen Traditionsvereine.

„Die Vorfreude auf ein solches Spiel ist sehr groß, es wird uns eine geniale Stimmung erwarten“, so Fortunas Interimstrainer Taskin Aksoy.