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Auch „kleine Spiele“ sind schwer

22.10.2011 | 11:00 Uhr
Auch „kleine Spiele“ sind schwer

Düsseldorf. Die Fortunen können nicht nur „große Spiele“ gewinnen. Sondern auch „die kleinen“. Wenn man denn der Terminologie von Maximilian Beister nach dem 3:1 beim FC St. Pauli so folgen mag. Gestern Abend in der Arena jedenfalls war so ein „kleines“, unbequemes und durchaus schweres Match. Souverän, aber arbeitsreich und weitgehend unspektakulär hieß es gegen die eher biederen Rostocker Hanseaten am Ende 2:0 (1:0).

Kann man wirklich in jedem Match Spektakel verlangen? 23 550 Fans hätten wohl locker „Nein“ geantwortet. Man fuhr zufrieden von dannen. Die Tabellenführung, die heute mit einem Fürther Sieg in Cottbus allerdings schon wieder futsch wäre, ist doch was. Und zwar Ausdruck einer bisher exzellenten Fortuna-Saison.

Verbot für Hansa-Fans

Das Stadionverbot für Hansa-Fans nahmen einige der Fortuna-Anhänger zum Anlass, ihre Meinung zu plakatieren. „Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren“, stand unter anderem zu lesen. Eine Feststellung, über die man sicher auch bei der Deutschen Fußball-Liga durchaus mal nachdenken sollte.

Die Gäste bauten sich auch ohne Rückendeckung forsch auf, spielten ein 4-1-4-1-System, griffen Fortuna früh an und sorgten für einen zähen Start. Maximilian Beister stand wieder im Zentrum des Geschehens. Beim Sololauf übersah der Blondschopf im Hansa-Strafraum die blank stehenden Rösler und Bröker, schoss stattdessen Keeper Müller an (7.). Ebenso diskussionswürdig war der Elfmeterpfiff von Referee Kampka. Pannewitz hatte Beister im Strafraum, unten leicht touchiert, zu Fall gebracht. Oder war die flinke HSV-Leihgabe eher über den Ball gestolpert? Selbst die TV-Bilder ließen kein eindeutiges Urteil zu. Jens Langeneke ließ sich nicht beirren. Verwandelte zu seinem fünften Saisontor. Es war übrigens der sechste Foulelfmeter für Fortuna im zwölften Saisonspiel – kein schlechter Schnitt.

Die Hansa-Kogge fuhr trotz einiger Stockfehler der Roten im Mittelfeld – unter anderem patzten Lukimya und Lambertz in der Vorwärtsbewegung – erst spät gefährlich vor. Ecke des trickreichen Düsseldorfer Ghanaers Lartey, Kopfball Peitz, Rettungsabwehr von Rösler auf der Torlinie (44.).

Nach der Pause war dann aber wieder Beister-Time. Eine fiese Linksflanke kratzte Jännicke von der Torlinie (46.). Dann zog der Linksfuß gegen zwei Rostocker an, zog von der Strafraumgrenze ab. Keeper Kevin Müller war zur Stelle (51.). Gelegenheit Nummer Drei saß dann. Beister steckte im Konter die Kugel zum gestarteten Sascha Rösler durch. Und der baute seine Heimspieltorserie auf nunmehr neun Matches aus.

Damit war das Treffen entschieden. Fortuna konnte sich sogar diverse Hackentricks leisten. Lukimya und Levels sorgten so am eigenen Strafraum für eine sehenswerte, aber nicht ungefährliche Befreiungsaktion.

„Nicht jedes Spiel ist Glanz und Gloria“, meinte Cheftrainer Norbert Meier. Der Coach lobte die aufgebrachte Geduld und den nach seinem Pauli-Patzer wieder fehlerfreien Keeper Michael Ratajczak.

Michael Ryberg

Kommentare
22.10.2011
15:12
Auch „kleine Spiele“ sind schwer
von loewe72 | #2

Fortuna, wir lieben Dich !!

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2011-10-22 11:00
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