Amaron wiederholt seinen Erfolg

Für den Ex- Fortunen und Fußball-Manager vom VfL Wolfsburg, Klaus Allofs, hat sich der Ausflug zur Grafenberger Rennbahn gestern gelohnt. Zwar hatte der Europameister und Torschützenkönig von 1980 keine Chance mit Wake Forest im Hauptrennen des Tages, der „wettmeister-Frühjahrsmeile“, doch klappte es im Rahmenprogramm mit Potemkin. Der vierjährige Wallach komplettierte für den Trainer Andreas Wöhler und Jockey Jozef Bojko einen erfolgreichen Nachmittag. Insgesamt holte der Ravensberger Trainer drei Siege, darunter auch im mit 25 000 Euro dotierten „Preis der Dreijährigen“ mit Making Trouble. Nur in der mit 55 000 Euro dotierten „Frühjahrsmeile“ musste man sich mit einem vierten Rang mit Wake Forest begnügen.

Zu kurze Distanz

„Die Distanz war zu kurz, 200 Meter ist eigentlich die richtige Strecke. Jetzt haben wir aber den Saisonstart gemacht und mit mehr Kondition wird es beim nächsten Start besser laufen“, so Wöhler, dessen Pferde sich schon in sehr guter Form befinden. Insbesondere die Abteilung von Besitzer Jaber Abdullah, der 30 Pferde bei Wöhler im Training hat, räumte richtig ab. „Making Trouble ist einer unserer Hoffnungsträger für die ganz großen Rennen“, prognostiziert der Trainer. Auch bei Potemkin geht man von einer kommenden Siegesserie aus. „Der hat richtig viel Potenzial und wird bald in einer ganz anderen Klasse unterwegs sein.“

Wie auch im Vorjahr hieß der Sieger in der „Frühjahrsmeile“ Amaron aus dem Kölner Stall von Andreas Löwe. Der sechsjährige Hengst hat mittlerweile über 380 000 Euro eingaloppiert und auf dem Grafenberg noch eine weiße Weste. „Der mag den Rennkurs und ist ein Frühstarter. Das wird bestimmt wieder eine gute Saison“, meinte Löwe. Im Sattel von Amaron agierte Jockey Andrasch Starke, der nächste Woche Nachwuchs erwartet. Nach einem zweieinhalb Jahre alten Sohn soll bald eine Tochter die Familie komplettieren. „Da bin ich wesentlich aufgeregter, als heute vor dem Ritt“, bekannte der Reiter.

Auf dem zweiten Rang endete Guiliani vor dem französischen Gast Spoil The Fun, der mit der Platzprämie zumindest seine Reisekosten wieder hereinholte.

Im Rahmenprogramm kam der Grafenberger Trainer Sascha Smrczek mit Saturday zum Zuge. Die fünfjährige Stute gewann sicher mit Miguel Lopez im Sattel. Die Trainerkollegen Ralf Rohne mit Pissarro und Ertürk Kurdu mit Elsie’s Indian gingen in dieser Prüfung leer aus.

Schlechte Bodenbedingungen

„Der Boden passte leider nicht mehr“, sagte Kurdu enttäuscht. Sascha Smrczek holte mit Nuri Bey und Home Please jeweils noch einen dritten Rang heraus. „Ich bin zufrieden, denn in dem Rennen mit Nuri Bey war gegen Potemkin nichts zu machen und Home Please war nur sehr knapp geschlagen. Die Stallform ist prima, so kann es weiter gehen“, meinte der Trainer.

Mit dem Umsatz von 228 082 Euro holte der Rennverein ein Plus im Vergleich zum Vorjahr raus. Hier lag der Umsatz bei 196 000 Euro.

„Man sieht, dass das gute Wetter hilft“, sagte Günther Gudert, Geschäftsführer des Düsseldorfer Rennvereins.