55 Minuten besser, aber trotzdem verloren

Nach einer 27:30-Niederlage gegen die HSG Rade/Herbeck bleibt die HSG Jahn/SC West im Abstiegskampf der Handball-Landesliga stecken, da die Konkurrenz fleißig Punkte sammelte. Dabei sah es lange Zeit nach einem Überraschungserfolg der Oberkasseler gegen den Tabellenvierten aus. „Wir waren 55 Minuten die bessere Mannschaft, aber leider dauert ein Spiel nun einmal 60 Minuten“, sagte Jahn/West-Trainer Markus Wölke.

Die Gastgeber waren hervorragend ins Spiel gekommen, führten früh mit 10:5 und verteidigten diesen Fünf-Tore-Vorsprung bis zur 25. Minute (16:11). Bis zur Halbzeit konnte Rade jedoch auf 14:16 verkürzen und ließ sich auch im zweiten Durchgang nicht mehr abschütteln. Hatten die Oberkasseler in der ersten Hälfte noch eine fast optimale Trefferquote, so ließen sie nun beste Möglichkeiten liegen.

Späte Gästeführung

„Wir waren bestimmt zehn Mal frei vor dem Tore und haben den Ball aus sechs Metern nicht reingeworfen“, monierte Wölke. Dennoch dauerte es bis in die Schlussphase, ehe die Gäste mit 27:26 zum ersten Mal die Führung übernahmen, diese dann aber nicht mehr hergaben.

Derweil gab es für die HSG Gerresheim mit dem 20:28 gegen die MTG Horst Essen nach fünf Siegen in Folge wieder eine Niederlage. Bereits nach zwölf Minuten hatten die Gäste durch das Ausscheiden von Jens Szonn (Bänderriss im Fuß) keinen etatmäßigen „Halben“ mehr zur Verfügung. Dadurch fehlte die Durchschlagskraft im Rückraum. Aus einer 7:5-Führung wurde so bis zur Pause ein 11:14-Rückstand.

Dadurch ließen sich die Gäste aber nicht entmutigen, sondern zeigten Herz und blieben den Essenern bis zur 53. Minute mit 20:22 auf den Fersen. In der Schlussphase kassierten sie dann jedoch einige zumindest diskussionswürdige Zeitstrafen und Siebenmeter und kamen unter die Räder. In der Tabelle blieb die Pleite ohne Folgen. Dort stehen die Gerresheimer weiterhin auf dem fünften Rang und können beruhigt für die nächste Spielzeit planen.

Wie zu erwarten gab es für die SG Unterrath mit 34:38 bei der DJK Styrum nichts zu holen. Zunächst hatten die SGU allerdings den Tabellendritten mit einer offensiven 3:2:1-Deckung überrascht und verdient mit 9:4 geführt. Styrum nahm daraufhin eine Auszeit und kam besser ins Spiel. Mit dem Treffer zum 11:11 glichen die Mülheimer aus, konnten sich daraufhin aber erst kurz vor der Pause mit einem 22:18 absetzen. Im zweiten Durchgang lagen die Gäste teilweise mit sieben Treffern hinten, steckten jedoch nicht auf.

In der Schlussphase kämpften sie wieder heran. Als dann jedoch ein Siebenmeter ausgelassen wurde, war der Bann endgültig gebrochen und Styrum fuhr den am Ende verdienten Sieg sicher nach Hause.