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„Zwischendurch habe ich geflucht“

15.09.2010 | 19:50 Uhr
„Zwischendurch habe ich geflucht“
Durch Wald und Wiesen: Trailrun in der Bittermark.

Es ist ja nicht so, als würde schon am Wochenende der Startschuss fallen. Zwar sind es noch etwas mehr als sieben Wochen bis zur zweiten Auflage der Windstopper Trailrun Worldmasters vom 5. bis 7. November auf dem Phoenix-West-Gelände, doch die Zeit drängt.

Besonders für die sechs Läufer und Läuferinnen, die von unserer Zeitung begleitet werden auf ihrem Weg vom puren Hobby-Läufer zum ambitionierten Trailrunner. Wir sprachen mit Frank Wenninghoff, Heide Musebrink-Berkemann und Wera Linke, wie sie die vergangenen Monate überstanden haben. Die Trainings- und Wettkampferlebnisse von Kordula Ciprina, Stefan Seck und Michael Schröter erfahren Sie in den kommenden Wochen.

Königsetappe am
zweiten Tag

Eines muss man vorab sagen: Von Pappe ist diese Herausforderung Trailrun-Masters nicht. Um den Drei-Tage-Lauf zu bestehen, müssen auf der ersten Etappe fünf Kilometer bewältigt werden, die es allerdings in sich haben. Die Anstiege rund um das Phoenix-Gelände sind so steil, dass im Vorjahr einige Athleten teilweise mehr krochen als liefen. Am zweiten Tag folgen dann gewaltige 36 km mit noch gewaltigeren 850 Höhenmetern. Gleich zweimal muss dabei der Aufstieg aus dem Ruhrtal hinauf zur Hohensyburg absolviert werden. Und wer dann noch schmerzfrei gehen kann, darf das i-Tüpfelchen am Sonntag genießen: 22 km quer durch die Bittermark mit 340 Höhenmetern.

Wer dieses Abenteuer bestehen will, muss was tun. Und sich nicht verletzen. Nicht wie Frank Wenninghoff, der den Frankfurt-Triathlon erfolgreich absolvierte, Anfang August im Fredenbaum den Halbmarathon lief und hoffnungsvoll den Trail-Masters entgegen sah. Eine Verletzung stoppte den 90 kg-Mann. „Jetzt werde ich wohl über übel etwas kürzer treten müssen“, so Wenninghoff, der für seinen Start im November nur noch ein Ziel hat: „Ankommen.“

Heide Musebrink-Berkemann, Lehrerin der Marie-Reinders-Realschule in Hörde, ist bislang ohne Verletzung über die Runden gekommen. In der vergangenen Woche standen 68 km auf ihrem Trainigsplan, den sie natürlich auch erfüllte. „Aber zwischendurch habe ich schon mal geflucht“, gibt sie zu. Im Oktober will Heide Musebrink-Berkemann in St. Wendel an einem 31 km langen Trail teilnehmen. Und ihr Ziel für Dortmund? Da sei sie zurückhaltend, was die Zeit angehe.

Ziemlich locker (was ja nicht schlecht sein muss) geht Wera Linke das Unternehmen an. Gerade erst aus dem Urlaub zurückgekehrt, habe sie mit Laufen nicht viel am Hut, meinte die 53-jährige Sozialtherapeutin. Normalerweise läuft die Dortmunderin 60 km in der Woche. „Ich werde das schon schaffen“, so Wera Linke.

Mit einem ganz besonderen Highlight wollen die Veranstalter auch bislang weniger geübte Läufer und Läuferinnen für den Wettbewerb begeistern. Am Abend des 5. November fällt um 18 Uhr der Startschuss zum Nachtlauf „Petzl Night on trail“ über das alte Hoesch-Gelände. „Tagsüber kann jeder“, lautet das Motto.

Voraussetzung ist natürlich das Tragen einer Stirnlampe. Wer keine eigene besitzt, kann sich vor Ort eine ausleihen oder kaufen. Das Rennen über 5 km ist für Jedermann und Jederfrau offen, Alter ist völlig egal, auch Familien können starten, sind sogar besonders willkommen.

Peter Kehl

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Kommentare
17.09.2010
16:07
„Zwischendurch habe ich geflucht“
von Heide Berkemann | #1

Hallo Herr Kehl,

in der Zwischenzeit habe ich meinen Nachnamen geändert. Das konnten Sie nicht wissen. Ich heiße jetzt nur noch Berkemann. - Ist auch viel einfacher...

MfG
Heide Berkemann

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