Zwei Spiele - drei Punkte
27.09.2009 | 21:00 Uhr 2009-09-27T21:00:00+0200Die heimischen Handball-Verbandsligisten beenden das Wochenende ungeschlagen. Der OSC setzt sich nach dem 33:33 gegen den HSV Werdohl/Versetal an die Spitze, der HC Süd feiert mit dem 35:30 in Herne den zweiten Sieg in Folge.
OSC - HSG Werdohl/Versetal 33:33
Selten waren sich nach einem Handball-Meisterschaftsspiel zwei Trainer so einig wie Carsten Lueg und Axel Meyrich. Absolut leistungsgerecht sei das Ergebnis der ausgeglichenen Partie gewesen, nicht perfekt in der handballerischen Bewertung, aber durchaus auf gehobenem Verbandsliga-Niveau. Dass der OSC und der HSV Werdohl/Versetal mit dem 33:33 (15:15) im Gleichschritt die Tabellenspitze erklommen hatten, wussten Lueg und Meyrich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Nach den bisherigen Ergebnissen konnten man nun wirklich nicht erwarten, dass die scheinbar übermächtige Hagener Reserve in Eiserfeld verlieren würde, deutlich sogar. Umso mehr darf sich das Publikum nach dem dritten Spieltag auf eine hochinteressante, möglicherweise auch aus Dortmunder Sicht spannende Verbandsliga-Saison freuen.
Vorschnell euphorisch zu werden, das verbietet Carsten Lueg die lange Erfahrung. Zudem waren ihm so einige Unzulänglichkeiten aufgefallen. Viele technische Fehler, missglückte Anspiele, schlechte Abschlüsse mit noch schlechterer Vorbereitung hatten den HSV zu seinem gefürchteten Tempospiel eingeladen. Und wenn die Abwehr der Gastgeber formiert war, dann schlug der überragende Sebastian Lohmann (12 Tore) aus dem Werdohler Rückraum zu.
11:5 führten die Gäste (15.), aber Carsten Lueg hatte längst nicht aufgegeben. Er wechselte den kompletten Rückraum, versuchte es mit diversen Defensiv-Konzepten. Langsam kamen seine Jungs wieder ran, bis zum ersten Ausgleich (14:14) kurz vor der Pause.
Je weiter der zweite Durchgang sich dem Ende näherte, um so spannender wurde es in der Halle Hacheney. Die Gäste waren mehrfach mit drei Toren weg, aber die OSCer kämpften, gingen in der letzten Minute sogar mit 33:32 in Führung. Letztlich traf Werdohl doch noch einmal und nach dem Schlusspfiff - siehe oben - waren alle zufrieden.
OSC: Pleic, Stumpf; Krug (1), Edeling (5), Lepine (3), Schröter (3), Tomlik (3), Schürmann (7/1), Köhne (3), Bekston (3), Austermann (4), Strauß (1).
HC Westfalia Herne - HC Süd 30:35
Der HC Süd hat sich nun endgültig in der Verbandsliga eingelebt: Mit dem 35:30 (15:15) in Herne feierte er – nach dem Erfolg der Vorwoche gegen Eiserfeld – den zweiten Sieg in Folge.
Zwar begann das Team von Trainer Martin Denso nervös und lag schnell zurück (3:7), doch schon bis zur Pause war das Spiel wieder ausgeglichen. In der zweiten Hälfte setzten sich die Südlichen Tor um Tor ab. Die Defensive wurde stabiler, weil Hernes Rückraumschütze Kai Westphal aus dem Spiel genommen wurde, im Angriff wusste der HC Süd durch seine Ausgeglichenheit zu gefallen.
Fünf Minuten vor dem Ende war die Frage nach dem Sieger längst beantwortet, zu diesem Zeitpunkt führten die Dortmunder bereits mit 30:23. Dass der Vorsprung bis zum Ende noch ein wenig schmolz – es war nicht mehr als ein Schönheitsfehler.
HC Süd: Trippe; Bublies (4), Hausl (8/4), Hennemann (3), Hobrock (1), Fuck (1), Cipa, Paukstadt (4), Becker (1), Pixberg (5), Decker (3), Höhmann (5).
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