Zwei Siege und zwei Niederlagen für heimische Teams

Sie waren nicht weit davon entfernt, etwas Zählbares aus Ostwestfalen mit nach Hause zu bringen. Unter dem Strich aber stehen die Oberliga-Volleyballerinnen des VV Phönix Schwerte nach dem 1:3 beim TPSV Bielefeld mit leeren Händen da. Erfolgreicher waren die Phönix-Herren und die Damen des SC Hennen.

Schwerte.. Damen-Oberliga
TPSV Bielefeld - VV PhönixSchwerte3:1
(23:25, 25:16, 25:20, 25:18)


Einsatzbereitschaft und Moral stimmten auf Schwerter Seite - 105 Minuten lang stemmte sich das Phönix-Team gegen die drohende Niederlage. Letztlich aber vergeblich, denn nach dem gewonnenen ersten Durchgang erlaubten sich die Schwerterinnen in allen drei Sätzen eine Schwächephase, in der Bielefeld sich vorentscheidend absetzen konnte.


Aber der Reihe nach: Im ersten Satz gelangen Phönix vor allem über die Außenangreiferinnen Itzenga und Hagemeister schnelle Abschlüsse. Dagegen konnte die Bielefelder Mittelangreiferinnen nicht wie gewünscht kontrolliert werden - eine Schwäche, die sich durch das gesamte Schwerter Spiel zog.


Direkte Aufschlagpunkte


So geriet Phönix nach 18:14-Führung mit 22:23 in Rückstand, ehe Magdalena Stolz mit zwei direkten Aufschlagpunkten noch für einen positiven Abschluss des ersten Satzes sorgte.Weniger positiv war dagegen der Start in den zweiten Satz, in dem Bielefeld mit 6:1 in Führung ging. Phönix verkürzte zwar auf 16:19, doch die letzten sechs Punkte gingen an die Gastgeberinnen.


Vielleicht vorentscheidend dann der dritte Durchgang: Bis zum 15:15 war alles offen, aber dann wieder so eine Schwächephase: Bielefeld machte sieben Punkte in Serie - das war nicht mehr aufzuholen. Ganz ähnlich dann der letzte Durchgang: Bis zum 14:14 war noch nichts passiert. Doch dann gingen vier Punkte in Folge an die Gastgeberinnen - und erneut lief Phönix dem Rückstand bis zum Schluss vergeblich hinterher.


So bleibt der VV Phönix Tabellenletzter - mit nun schon fünf Punkten Rückstand auf den Vorletzten. Richtig unzufrieden war Trainer Ralf Tinnefeld trotzdem nicht, zumal er mit der Libera-Premiere von Caroline Knop und den vielversprechenden Kurzeinsätzen der jungen Paulina Siebel durchaus positive Aspekte im Spiel seiner Schützlinge fand.


TEAM
Schwerte:Anika Klotz, Caroline Knop, Lea Hagemeister, Corinna Itzenga, Nadine Kowallik, Anna Perpeet, Magdalena Stolz, Alina Westerhoff, Paulina Siebel



Herren-Landesliga 6
VV Phönix Schwerte -TuSStockum Ruhrvolleys3:1
(24:26, 25:17, 25:9, 25:13)

Gegen einen Gegner, der nach Aussage von Spielertrainer Andreas Böhme nicht so stark war, wie man das im Vorfeld der Partie erwartet hatte, kamen die Landesliga-Herren des VV Phönix zu einem letztlich ungefährdeten Viersatzsieg.


Nur im ersten Durchgang lief es noch nicht ganz rund. "Da haben wir uns die Butter vom Brot nehmen lassen", meinte Böhme, der zudem beim Satzball für Stockum mit einer unglücklichen Schiedsrichterentscheidung haderte.Doch der Satzverlust hinterließ keine negativen Spuren bei den Schwertern. Die Eigenfehlerquote, die für Böhmes Geschmack im ersten Satz deutlich zu hoch war, konnten sie nun deutlich senken und gerieten in keinem der drei folgenden Sätze mehr in Gefahr.


Besonders deutlich war die Überlegenheit im dritten Durchgang, als Stockum noch nicht einmal auf eine zweistellige Punktzahl. So waren nach einer Spielzeit von 71 Minuten die beiden Punkte eingetütet, mit denen das Phönix-Team sich auf den drittletzten Tabellenplatz verbesserte.


TEAM
Schwerte:Rafael Krafczyk, Marc Bekemeier, Markus Ramsch, Christof Müller, Lukas Laczkowski, Andreas Böhme, Tim Rautenberg, Bojan Pejic, Gordon Schulze

Damen-Verbandsliga 3


TC Gelsenkirchen - SGSchwerte3:0
(25:18, 25:9, 25:15)


Trainer Maik Wlodarsch hatte am SonntagGeburtstag - ein vorzeitiges Geschenk hatten ihm seine Schützlinge der Schwerter Spielgemeinschaft aber nicht machen können. Bei der glatten Dreisatz-Niederlage in Gelsenkirchen blieb die Schwerter Verbandsliga-Spielgemeinschaft bei einem starken Gegner ohne ernsthafte Siegchance und brachte es insgesamt nur auf bescheidene 42 Punkte.


Nur die erste Hälfte des Auftaktsatzes konnten die Schwerterinnen ausgeglichen gestalten - 14:14 stand es da. "Danach aber war es schnell gelaufen", stellte Wlodarsch fest. Gegen die auch körperlich überlegenen Gelsenkirchenerinnen gab es kaum noch ein Durchkommen. Zudem machte sich das Fehlen der Leistungsträgerin Tabea Wendel deutlich bemerkbar. Positiv dagegen: Die sogar in die Anfangsformation gerückte Anina Schmitz, die zuvor auch schon in der Bezirksliga-Mannschaft gespielt hatte, bot als "Aushilfskraft" eine gute Leistung. mid

TEAM
Schwerte:
Lea Gorzel, Lena Heinings, Mareike Kowitz, Lisa Menke, Lisa Groenenwond, Nadine Zilske, Anina Schmitz, Maraya Polotzek, Katharina Stehling, Jana Zedler, Josephin Koch


SC Hennen - TuSEM Essen3:0
(25:19, 25:21, 25:19)


Wo soll das noch hinführen? Mit einem glatten Dreisatzsieg, mit dem man zumindest in dieser Deutlichkeit nicht unbedingt rechnen konnte, hielten die Volleyballerinnen des SC Hennen den stark eingeschätzten Tabellendritten aus Essen in Schach und führen nun gemeinsam mit dem SSV Meschede die Verbandsliga-Tabelle an. Und Meschede kommt am kommenden Samstag zum Gipfeltreffen nach Hennen...


"Es macht zurzeit einfach Riesenspaß", war Trainer Christoph Schulte einmal mehr nach einem Spiel seiner Schützlinge gut gelaunt. Rund 50 Zuschauer sorgten in der kleinen Hennener Halle für einem angemessenen Rahmen. Sie sahen ein Spiel auf hohem Verbandsliga-Niveau, das zunächst von Anfangsnervosität auf beiden Seiten geprägt war. Bis zum 17:17 verlief der erste Satz total ausgeglichen, ehe eine Aufschlagserie von Rahel Oefner für vier Punkte in Serie sorgte - die Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeberinnen.


Blitzstart legt Grundstein


Im zweiten Durchgang war es ein 7:0-Blitzstart, mit dem Hennen den Grundstein für den Satzgewinn legte. Geringer als drei Punkte Unterschied wurde der Abstand im weiteren Verlauf des Satzes nicht mehr, auch wenn das Essener Team zwischendurch immer mal wieder zeigte, welches Potenzial in ihm steckt.


Unter dem Strich aber war der SC Hennen die Mannschaft, die, so Schulte, "einen Tacken fehlerfreier" agierte - nicht zuletzt wegen der starken Anna Ziegler, die sich auf der eigentlich von ihr ungeliebten Mittelblocker-Position ein Sonderlob ihres Trainers verdiente


TEAM
Hennen:
Lisa Düchting, Maren Jansen, Natascha Marks, Marleen Tschorn, Julia Knobloch, Dajana Klohs, Rahel Oefner, Anna Ziegler, Bianka Loks