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Zlatan Alomerovic profitiert vom neuen System

12.09.2011 | 17:24 Uhr
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Zlatan Alomerovic profitiert vom neuen System
Das wackelte nichts: Zlatan Alomerovic zeigte gegen Schalke eine gute Leistung, hier im Zusammenspiel mit Kapitän Florian Hübner.

Zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle zu sein, ist in den meisten Fällen Garant für Erfolg. Das dürfte auch Zlatan Alomerovic so sehen. Der Torwart des BVB 2 hatte am Samstag im „kleinen Revierderby“ gegen den FC Schalke das Glück, im Dortmunder Tor zu stehen, das er mit starken Paraden sauber hielt und dafür zu Recht von Trainer David Wagner ein dickes Lob erhielt.

Rückblick: Bereits in der Vorsaison im Rückspiel bei der Zweitvertretung des FC Schalke sollte der damals 19-Jährige im Tor stehen, verletzte sich kurz zuvor am Sprunggelenk und musste mit einem Platz auf der Tribüne vorlieb nehmen. Monatelang laborierte er an dieser Verletzung. Zuvor hatte ihm der damalige Borussen-Coach Hannes Wolf im Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf eine Chance gegeben. Der Dauerreservist zeigte die ein oder andere Unsicherheit. An der damaligen Nr. 1 Johannes Focher vorbeizukommen, schien doch ziemlich aussichtslos.

In diesem Jahr läuft alles etwas anders. Der neue Borussen-Coach David Wagner setzt auf Rotation. Alle zwei Spiele wechseln sich Johannes Focher (zuletzt wegen seiner Roten Karte gegen Trier gesperrt) und Zlatan Alomerovic ab, zudem kam sogar Profi-Keeper Mitch Langerak zweimal zum Einsatz. Nichts ist mehr, wie es mal war im Tor des Fußball-Regionalligisten.

Info
Gegen BV Brambauer

BVB-Coach Wagner bittet seine Jungs in dieser Woche jeden Tag zweimal zum Training. Am Mittwochabend steht zudem das Freundschaftsspiel gegen den Westfalenligisten BV Brambauer an. Anstoß 18 Uhr in Nordkirchen.

Erst am Donnerstag steigen die beiden Keeper Zlatan Alomerovic und Johannes Focher wieder ins Training ein. Alomerovic zog sich Samstag eine Kapselverletzung am Daumen zu, Focher hat Probleme mit dem Ellbogengelenk.

Dass Alomerovic ausgerechnet in einem Spitzenspiel wie gegen Schalke im „Zwei-Spiele-Rhythmus“ wieder turnusmäßig dran war, dürfte ihm und seinem Selbstbewusstsein nicht unbedingt geschadet haben.

„Ja, ich kann damit gut leben. Im Vorjahr hatte ich ja gar keinen Rhythmus. Und jetzt kann ich gegen Düsseldorf noch mal ran“, freute sich der 20-Jährige, der seine eigene Leistung nicht überbewerten wollte: „Ich bin doch dazu da, im Notfall alles auszubügeln.“

Das sah auch Teamkamerad Terrence Boyd so. „Zlatan hatte eine tolle Ausstrahlung, hatte alles im Griff“, lobt der BVB-Torjäger (siebter Treffer im siebten Spiel) seinen Mitspieler.

David Wagner wollte und konnte sich dem natürlich nicht verschließen. Zlatan sei besonders im Luftkampf sehr präsent gewesen, da hat nichts gewackelt, so der Borussen-Coach: „Dadurch haben wir endlich zu Null gespielt.“

Was Zlatan Alomerovic natürlich als dickes Lob verstehen durfte. Aber nicht nur er allein. Beim 17. Sieg im 19. Revierderby lieferten nach Meinung von David Wagner auch noch andere Borussen absolute Bestleistungen ab: „Natürlich muss ich Jonas Hofmann hervorheben, der hat zwei Tore geschossen und einmal die Vorarbeit geleistet und dazu ein unheimliches Laufpensum geleistet. Aber auch Damien Le Tallec und Marc Hornschuh haben ihre bislang besten Saisonspiele gezeigt.“

Einer, der konstant auf hohem Niveau agiert, hätte der Borussen-Coach in seiner Aufzählung fast vergessen: Kapitän Florian Hübner. „Florian“, so David Wagner, „hält im Abwehrzentrum den Laden zusammen.“

Peter Kehl

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