Zehn Thesen Krystian Sikorski im Eisadler-Check

Elf Spiele, elf Siege. Die Eisadler ziehen an der Tabellenspitze der Regionalliga West einsame Kreise. Das schreit nach provokanten Thesen. Tobias Jöhren hat sie aufgestellt, Trainer Krystian Sikorski hat zu ihnen Stellung bezogen.

DORTMUND.. 1. Die Eisadler sind zu gut für die Regionalliga West. Auf jeden Fall, würde ich jetzt einfach mal spontan sagen. Trotzdem sind wir immer noch der Aufsteiger und dürfen nichts auf die leichte Schulter nehmen. Bisher lief es optimal. Was die zweite Hälfte der Saison bringt - abwarten.
2. Die Eisadler müssen schnellstmöglich in die Oberliga. Das Potenzial ist da. Auf der anderen Seite sage ich, dass wir nicht wieder auf das große Pferd springen dürfen, um dann wieder runterzufallen, wie es uns vor zwei Jahren passiert ist.
3. Die Eisadler und Trainer Krystian Sikorski, das passt einfach. Ich denke schon. Ich kann hier in Ruhe arbeiten und alles vernünftig aufbauen.
4. Die Eisadler marschieren ungeschlagen durch die Saison. Das wäre natürlich der Optimalfall. Aber im Sport ist immer alles möglich, deswegen würde ich meine Hand dafür nicht ins Feuer legen.
5. Die Eisadler sagen: "Immer nur gewinnen ist langweilig." Nein. Wir freuen uns, wenn wir solche Spiele wie am Wochenende abliefern. Das ist schön für die Zuschauer. Das ist das Optimum, das wir immer erreichen wollen.
6. Die Eisadler sind auf dem Eis der FC Bayern München der Regionalliga West. (lacht) Das werde ich nicht vergleichen. Das ist zu viel. Wir haben aber gute Arbeit geleistet.
7. Die Eisadler werden auch in der kommenden Saison eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen. Das kann ich nicht beantworten. Dazu muss der Verein sich äußern. Es ist mein Wunsch, aber ob es so kommt, dahinter bleibt ein Fragezeichen.
8. Die Eisadler werden durch einen Aufstieg in die Oberliga mehr Probleme als Freude haben. Das glaube ich nicht. Mehr Probleme kriegen wir nicht. Es wird sicherlich nicht leicht sein, aber es wird machbar sein.
9. Die Eisadler schaffen die Strukturen für langfristiges Eishockey in Dortmund. Das war und ist mein Ziel. Die Hälfte haben wir schon erreicht. Wir gehen Schritt für Schritt weiter. Und ich glaube, wir fahren gut damit, ohne Hektik und ohne Druck von oben daran zu arbeiten.
10. Die Eisadler schaffen es, die mitunter düstere Vergangenheit des Dortmunder Eishockeys vergessen zu machen. Das ist schwer zu sagen. Ich glaube aber, wir sind auf einem guten Weg, eine neue Geschichte zu schreiben.