„Wollen uns jetzt die Krone aufsetzen“
24.01.2011 | 18:11 Uhr 2011-01-24T18:11:00+0100
Es war offensichtlich ein gutes Omen. Schon bei der Ge-sprächsrunde im Rundschau-Haus vor Beginn der Hallen-Stadtmeisterschaft hatte Do-minik Behrend keinerlei Be-rührungsängste gezeigt. Beim Gruppenbild mit den sechs Kollegen der anderen Klubs nahm er entschlossen jene Trophäe in die Hand, die er nach dem großen Finale am Sonntag in der Westfalenhalle wieder in die Höhe streckte: der FC Brünninghausen hatte es geschafft, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. Für „Apo“, wie sie ihn nennen, war es bereits Titel Nummer vier.
Jetzt hat Dominik Behrend mit Christian Karstedt (sechsmal mit dem VfR Sölde) und Ömer Uyar (viermal mit Sölde, einmal mit Hellweg) nur noch zwei Spieler in der ewigen Bestenliste vor sich. Während beide längst die Schuhe an den Nagel gehängt haben, befindet er sich mit seinen 27 Jahren mitten im Fußballerleben. „Obwohl ich“, wie er nach der Meisterfeier augenzwinkernd anmerkte, „doch langsam auch schon das Alter spüre...“
Es war eine tolle Fete im Vereinsheim am Hombruchsfeld. „Zwar nicht so spektakulär wie damals mit Mengede“, wie Behrend sagt, „aber dafür, dass es ein Sonntagabend war, ging ganz schön die Post ab.“ Sie ließen die Endrunde noch einmal Revue passieren, filterten einzelne Spiele wie das Viertelfinale gegen den ASC 09 („Damit waren wir endgültig im Turnier angekommen“) und das hart umkämpfte Halbfinale gegen Mengede 08/20 („Da hatten wir auch das nötige Glück“) heraus - und fanden nach dem ungefährten 3:0-Finalerfolg gegen Arminia Marten, dass sie unter dem Strich vollauf verdient diesen Titel gewonnen hatten.
Von diesem Erfolg erhoffen sich die frisch gebackenen Meister noch mehr Schwung und Motivation für die Frühjahrsrunde. Selbstbewusst formuliert Dominik Behrend das nächste Ziel: „Jetzt wollen wir uns die Krone aufsetzen und alles daran setzen, um in der Landesliga 3 den zweiten Titel dieser Saison zu holen.“
In die allgemeine Jubelstimmung mischten sich allerdings auch nachdenkliche Töne. Trotz des enormen sportlichen Aufschwungs kann von einer Fan-Kultur noch keine Rede sein. Was die Unterstützung durch die eigenen Anhänger betraf, hinkte der FC Brünninghausen in der Finalrunde der Hallen-Stadtmeisterschaft der gesamten Konkurrenz zum Teil weit hinterher. Dominik Behrend war froh, dass er wenigstens ein paar blau-weiße Farbtupfer auf den Rängen entdeckte: „Wenn man da-gegen den riesigen rot-gelben Mengeder Block sieht, kann man schon ein wenig neidisch werden.“ Der Vorstand hat erkannt, dass da was noch nicht nach Wunsch läuft. „Das müssen und werden wir än-dern“, verspricht Geschäftsführer Thomas Brümmer im kommenden Jahr eine optisch erheblich bessere Außendarstellung, die eines Titelverteidigers würdig sein soll.
Beeindruckender
Zuschauer-Rekord
Ein ähnlich positives Turnierfazit wie der Meister zog auch der Kreisvorsitzende. „Wir haben uns in allen Bereichen verbessert. Die Reaktionen nach den beiden Tagen in der Westfalenhalle waren durchweg positiv, auch aus Sicht unserer Sponsoren“, freute sich der Kreisvorsitzende. Mit den fast 10 000 Besuchern der Endrunde erhöhte sich die Gesamt-Zuschauerzahl bei der 27. Auflage auf rund 22 000 - ein neuer beeindruckender Rekord.
Nach einer bereits attraktiven Zwischenrunde wurde das Niveau beim großen Finale nochmals deutlich getoppt. Grondziewski: „Das Feld war leistungsmäßig ganz eng beisammen. Auch das hat dieses Turnier so reizvoll gemacht.“
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