„Wird langsam mal Zeit, dass wir sie schlagen“
19.01.2012 | 19:52 Uhr 2012-01-19T19:52:00+0100
Bestünde die Saison allein aus Derbys, Westfalia Hombruch wäre vermutlich kaum noch aufzuhalten. Seit dem 12. April 2008 haben die Schützlinge der Trainer Kai Ruben und Jörn Uhrmeister kein Meisterschaftsspiel mehr gegen eine Dortmunder Mannschaft verloren.
Bestünde die Saison allein aus Derbys, Westfalia Hombruch wäre vermutlich kaum noch aufzuhalten. Seit dem 12. April 2008 haben die Schützlinge der Trainer Kai Ruben und Jörn Uhrmeister kein Meisterschaftsspiel mehr gegen eine Dortmunder Mannschaft verloren. „Wahrscheinlich liegt es an der Fähigkeit meiner Mannschaft, in solchen Vergleichen alles aus sich herauszuholen“, vermutet Trainer Ruben. Genau diese Fähigkeit ist heute gegen den OSC wieder gefragt.
Was die Hombrucher können, wenn es gegen eine Team aus der Nachbarschaft geht, haben die Höchstener schon erfahren müssen. Die reisten Ende November als Favorit an, fuhren als Besiegte wieder zurück. In den zwei Vergleichen Hombruchs gegen den OSC der Vorsaison war die Westfalia ebenfalls zweimal eher nicht der Favorit – einmal hat sie gewonnen, einmal unentschieden gespielt. Und als Zugabe auch das Finale der Stadtmeisterschaft für sich entscheiden – natürlich gegen den OSC. „Wird langsam mal Zeit, dass wir sie schlagen“, gibt OSC-Trainer Thorsten Stoschek die Richtung vor. Eine Begründung dafür liefert er gleich nach. „Damals waren wir noch nicht so weit, wir haben uns in einigen Phasen falsch verhalten“, erinnert sich Stoschek an die Spiele, „mittlerweile hat meine Mannschaft aber deutlich dazugelernt.“
Was der derzeitige zweite Tabellenplatz wohl ganz überzeugend beweist.
Dorstfeld sucht die Heimstärke
Die offizielle Anschrift lautet: Sporthalle Dorstfeld, Fine Frau 56. In Handballkreisen ist die Halle des ATV Dorstfeld aber besser bekannt als „Hölle West“. In dieser Saison fehlt es der Hölle indes etwas an Feuer, die Heimstärke, auf die sich die Dorstfelder Handballer bislang immer verlassen konnten, ist dahin. Erst eine von sechs Begegnungen in eigener Halle haben die Dorstfelder für sich entschieden, „das ist viel zu wenig“, bringt es Dorstfelds Trainer Rüdiger Edeling auf den Punkt. Ob die HSG Gevelsberg, soeben ausgerechnet gegen den OSC wiedererstarkt, der richtige Gegner ist, um die Heimbilanz aufzupeppen, ist zumindest fraglich. Zumal die personellen Voraussetzungen beim ATV – wieder mal – nicht die besten sind.
Die Borussen vom Höchsten beschließen die Saison beim TV Schwitten. „Wenn wir da noch gewinnen sollten, war es eine wirklich gute Hinserie“, schaut Trainer Carsten Hergert voraus.
Vom wenig überzeugenden Auftritt der Schwittener in Hombruch lässt er sich nicht blenden. Natürlich hat auch er die Schwittener beobachtet – und das in der Partie gegen den OSC. Und die haben die Schwittener seinerzeit gewonnen.
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