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Interview

„Wir haben einen großen Schritt gemacht“

22.01.2013 | 17:10 Uhr
„Wir haben einen großen Schritt gemacht“
Foto: Bodo Goeke

BVB2-Trainer David Wagner blickt im Gespräch mit unserer Zeitung auf eine nahezu perfekte Vorbereitung zurück und sagt, warum er dem Unterfangen trotz einer schwierigen Ausgangslage so optimistisch gegenüber steht.

Mit der Englischen Woche und den Begegnungen bei Wacker Burghausen (Samstag, 14.00 Uhr), daheim gegen Alemannia Aachen (Mittwoch, 30. Januar, 19.00 Uhr) und beim 1. FC Saarbrücken (Sonntag, 3. Februar, 14.00 Uhr) beginnt für die U 23 des BVB in der 3. Liga Teil zwei des Unternehmens Klassenverbleib. Trainer David Wagner blickt im Gespräch mit unserer Zeitung auf eine nahezu perfekte Vorbereitung zurück und sagt, warum er dem Unterfangen trotz einer schwierigen Ausgangslage so optimistisch gegenüber steht.

Die Rückrunden-Vorbereitung ist abgeschlossen. Wie fällt Ihre Bilanz aus?

„Alles in allem war es eine hervorragende Vorbereitung und ein annähernd perfektes Trainingslager. Wir sind schon auf einem sehr hohen Ausgangsniveau eingestiegen, was die Ausdauerwerte betrifft. Daran konnten wir nahtlos anknüpfen. Wobei ich die Testspiel-Ergebnisse nicht so hoch aufhänge. Fakt ist aber: wie haben in zwei Begegnungen 10:1 Tore erzielt, bei vielen verschiedenen Schützen. Und es war schon gut zu erkennen, dass die Jungs einiges von dem umgesetzt haben, was wir uns erarbeitet hatten. Das macht unsere Brust nicht schmaler. Im Gegenteil: wir können selbstbewusst nach vorne schauen.“

Ein Rückblick noch einmal auf die acht Tage in Belek...

„Dort haben wir einen großen Schritt gemacht, was die Arbeit gegen den Ball betrifft und

Gesperrter Bittencourt fehlt zum Auftakt
Gesperrter Bittencourt fehlt zum Auftakt

Nach seiner Roten Karte im letzten Spiel des alten Jahres bei Arminia Bielefeld ist Leonardo Bittencourt noch für die ersten drei Begegnungen gesperrt.

Noch länger muss Marvin Ducksch auf sein Comeback warten. David Wagner rechnet mit dem nach seinem Ermüdungsbruch im Fuß im Aufbautraining befindlichen Stürmer „irgendwann im Laufe des März“.

Ansonsten ist der Kader fast komplett. Ensar Baykan hat ge-gen Ungarns U 23-Nationalmannschaft ein 20-minütiges Comeback gefeiert, Florian Hübner steigt heute wieder ins Training ein. Bliebe allein Tim Kübel, der sich nach seiner Kniereizung noch einer eingehenden Untersuchung unterziehen wird.

die Fokussierung auf die Defensivarbeit. Dazu haben wir eine sehr hohe Effizienz erzielt, auch bei den Standards. Und wir haben mit Christian Knappmann einen super Typen dazu bekommen, der sehr viel positive Energie ausstrahlt.“

Stichwort Knappmann: Sie verfügen jetzt über zwei klassische Mittelstürmer. Können Sie sich vorstellen, dass beide gemeinsam auflaufen?

„Das halte ich nicht für ausgeschlossen. Es wird, je nach Spielverlauf, Situationen geben, in denen wir beide benötigen. Grundsätzlich werde ich aber das Spielsystem beibehalten.“

Und wer ist die Nummer eins auf dieser Position?

Unangefochtene Nummer eins im Sturm: Balint Bajner.Foto: Bodo Goeke

„Zweifelsohne Balint Bajner. Er ist ein hoch talentierter Spieler mit einer guten Quote und wir sind froh, ihn im Herbst verpflichtet zu haben. Balint ist derjenige, den wir weiter fördern und fordern wollen. Nichtsdestotrotz freue ich mit darüber, mit Knappi eine hochwertige Alternative als Backup zu besitzen. Ich bin sicher, dass er in dieser Rolle, die so mit ihm besprochen ist, noch ganz entscheidende Akzente im Abstiegskampf setzen kann.“

Noch eine Personalie: Ist der aus Leverkusen geholte Marian Sarr vielleicht doch schon ein interessanter Mann für die U 23?

„Marian soll erst mal bei uns im Verein ankommen. Er ist für die U 19 eingeplant. Und dabei wird es, davon gehe ich fest aus, auch bleiben.“

Sie haben immer betont, dass Sie der Frühjahrsrunde überaus positiv entgegen blicken. Worauf gründet sich dieser Optimismus?

„Zum Teil schon auf die gute Entwicklung in der Herbstserie. Von den letzten acht Spielen vor der Pause haben wir nur zwei verloren, und das jeweils nach einer Roten Karte. Hinzu kommen wahnsinnig gute Physiswerte, außerdem sind wir fast verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen. Jetzt geht es darum, all dies im Wettkampf umzusetzen, aber da bin ich guter Dinge. Wobei klar ist, dass wir trotz allem keine großen Töne spucken können. Wir sind Vorletzter, haben die meisten Gegentore der Liga kassiert. Aber wir wissen auch, was wir zu tun haben.“

Wie wichtig ist ein guter Start, um das Ziel, den Klassenverbleib, zu erreichen?

„Sehr wichtig allein schon deshalb, weil die Jungs dann sehen, dass das alles nicht nur im Training funktioniert hat, sondern auch im Spiel. Ein guter Start würde den Schub noch beschleunigen, entscheidend für den weiteren Saisonverlauf aber ist er sicherlich nicht, schließlich haben wir bis Mitte Mai noch 17 Begegnungen vor der Brust. Insgesamt habe ich, wie gesagt, ein richtig gutes Gefühl, denn gerade in Belek haben wir eine gewisse Aufbruchstimmung erzeugt. Die gilt es, jetzt im Wettkampf zu bestätigen.“

Udo Stark



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