Wickede lustlos zum 1:4
10.04.2011 | 19:47 Uhr 2011-04-10T19:47:00+0200
Es gibt Spiele, die verliert man mit Pech. Und es gibt Spiele, die einen sprachlosen und zornbebenden Trainer zurücklassen. Wie das trostlose und im Abstiegskampf vielleicht folgenreiche 1:4 von Westfalia Wickede in Langscheid.
Dabei hatte es wirklich gut begonnen. Dominik Dröse hatte früh getroffen (6.), seine Westfalen machten ein tolles Spiel in der ersten Hälfte, doch das mögliche zweite oder dritte Tor wollte nicht fallen. Hierbei bezog sich auch Spielertrainer Marko Schott in die Kritik mit ein, er hatte die wohl größte Chance vertan.
Nach der Pause aber ging nichts mehr. „Ab Wiederanpfiff haben wir uns nachdrücklich um den Abstieg beworben“, war Schotts sarkastischer Kommentar, „das war leblos, lustlos und emotionslos!“ Innerhalb von wenigen Minuten legten die Gastgeber den Grundstein für die Vorentscheidung zu ihren Gunsten. Jeder durfte es mal versuchen, bei Wickede leistete kaum noch einer ernsthafte Gegenwehr. „Wir hätten Langscheid wieder unten reinziehen können“, haderte Marko Schott. Statt dessen findet sich Westfalia zum ersten Mal seit längerer Zeit auf einem Abstiegsplatz wieder. Zwar ist noch nichts verloren, aber die ständigen Punktgewinne der Konkurrenz machen Angst.
TuS Eving punktet nach 1:3-Rückstand
Fußball kann grausam sein, und er war es gestern besonders für den SV Herbede, der den TuS Eving am Rande der Niederlage hatte und kurz vor Schluss noch das 3:3 hinnehmen musste.
So konnte der TuS wenigstens ein klein wenig Schützenhilfe leisten. Aber eigentlich hatten die Grün-Weißen wieder nur rund 20 Minuten gut gespielt, danach die frühe Führung von Adis Hasic (7.) nur verwaltet und waren mit einem glücklichen Vorsprung in die Pause gegangen.
Nach Wiederbeginn lief es besser, doch nachdem Sascha Rammel zweimal zum 2:0 scheiterte, fasste Herbede Mut und drehte die Partie mit einem Doppelschlag durch Ümit Günkaya und David Beckmann (67. und 69.). Nach dem 3:1 von Andre Seifert (78.) schien alles gelaufen, doch mit dem Pech eines Kellerkindes musste der SVH erleben, wie Dimitrios Kalpakidis per abgefälschtem Freistoß traf (83.) und Karim Bouzerda zum äußerst glücklichen Ausgleich abstaubte (89.).
0mitdiskutieren