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Wickede gegen Eving ein Duell der Emotionen

18.10.2012 | 19:41 Uhr
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Wickede gegen Eving ein Duell der Emotionen

Westfalia Wickede gegen den TuS Eving - das ist, sagt Gäste-Trainer Dimitrios Kalpakidis, das einzig richtig brisante Lokalduell der Westfalenliga. Ein Derby, das von der Leidenschaft lebt, in dem der Einsatz nicht selten bis an die Grenzen des Erlaubten geht. Daraus ziehen beide ihre Stärke. Wickedes Marko Schott weiß ebenso wie sein Evinger Kollege: „Wir brauchen diese Emotionen, um unser Spiel durchzubringen. Und es wird höchste Zeit, diese Tugenden wieder zu beherzigen. Egal, ob es gegen Eving geht oder gegen irgendeinen anderen Klub.“

Trainer finden deutliche Worte

Am Freitagabend (19.00 Uhr) stehen sie sich wieder gegenüber. Sie sind im Laufe der vergangenen Jahre so etwas wie Erzrivalen geworden. „Immer ging es um viel“, erinnert sich Kalpakidis schon an die gemeinsame Landesliga-Zeit, als beide um den Aufstieg kämpften. Auch jetzt, eine Etage höher, steht wieder einiges auf dem Spiel. Beide haben ihre letzten zwei Begegnungen verloren, Wickede droht im Niemandsland der Tabelle zu verschwinden, Eving der Sturz auf einen Abstiegsplatz. Sie müssen die Kurve kriegen, den Negativtrend stoppen. Schott hatte seine Mannen schon am Dienstag auf das Duell eingestimmt, im Rahmen einer Video-Analyse die Fehler vom letzten Sonntag aufgezeigt und klar gemacht, was es alles besser zu machen gilt. „Die Reaktion im anschließenden Training war positiv“, glaubt der Trainer, den richtigen Ton getroffen zu haben, „ich erwarte jetzt, dass jeder auch bereit ist, dies im Spiel umsetzen. Wir haben gesehen, wohin es führt, wenn wir nur einen Deut nachlassen. Dann werden wir auch gegen Eving nichts ernten, das zwar ein wenig mit dem Rücken zur Wand steht, aber trotzdem jede Menge Potenzial besitzt.“

Genau dies versucht Kalpakidis gerade, mit ähnlich deutlichen Worten herauszukitzeln. „Wir haben uns intensiv auf dieses Spiel vorbereitet und jeder weiß, wie er sich zu verhalten hat.“ Wie immer freue er sich ganz besonders auf diesen Vergleich, den er nach Möglichkeit auch gewinnen will, „denn für mich persönlich“, ergänzt er, „ist jede Niederlage gegen Wickede ähnlich schmerzhaft wie ein Abstieg...“ Wenn seine Mitstreiter das genauso sehen, dürfte es wirklich das schwere Spiel werden, das Marko Schott erwartet.

Beide sind nicht frei von personellen Sorgen. Bei Wickede ist die Zusammenstellung der Viererkette (Marcel Städter ist noch angeschlagen, Danny Baron kehrt erst kurzfristig aus dem Urlaub zurück) ebenso fraglich wie die zuletzt wenig überzeugende Offensivabteilung. Bei den Evingern soll Karim Bouasker erstmals in dieser Saison von Beginn an auflaufen, da Anil Konya nach seiner Gehirnerschütterung aufläuft. Auch Kalpakidis lässt bis zuletzt einige Positionen offen.

Udo Stark

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