Wichtige Punkte für die Westfalia
15.01.2012 | 20:47 Uhr 2012-01-15T20:47:00+0100
Ausgeglichene Verbandsliga-Bilanz zum Start ins neue Jahr: Der OSC und Dorstfeld patzten vor dem Wochenende, am Samstag und Sonntag feierten Hombruch und Höchsten Siege.
Vermutlich wissen Hombruchs Handballer selbst nicht so genau, was sie von dieser Saison halten sollen. Schauen sie auf die Tabelle, müssen sie sich wohl oder übel auf Abstiegskampf einstellen. Spielen sie aber öfter so wie beim 31:26 (14:11) gegen den TV Schwitten am Samstagabend, haben sie sich bald von den unteren Tabellenregionen verabschiedet.
Nachher konnte es sich Hombruchs Trainer Kai Ruben sogar erlauben, über die Höhe des Sieges zu spekulieren: „Hätten wir bis zum Schluss konsequent durchgespielt, hätten es auch zehn Tore Differenz sein können.“ Widersprechen wollte ihm da niemand, seine Mannschaft war den überraschend schwachen Gäste aus Schwitten in allen Belangen überlegen.
Als der starke Jonas Höhmann, der es insgesamt auf sieben Feldtreffer bringen sollte, in der 14. Minute zum 10:3 für die Hombrucher traf, schienen die Hombrucher mit Leichtigkeit diese zwei Punkte einfahren zu können. Mit einfachen taktischen Mitteln stellten sie die Gäste vor unlösbare Aufgaben. In der Deckung hatte sich die Westfalia für eine offensivere Variante entschieden und damit Schwitten jeglichen Schwung genommen. Für die nötige Sicherheit sorgte Benny Hoffmann im Tor, der sich gleich mehrmals auszeichnen konnte. Und im Angriff spielten die Hausherren diszipliniert, machten mit der schnellen zweiten Welle viel Druck und schienen ihren Gegenspielern immer ein, zwei Schritte voraus zu sein.
Zur Pause war der Hombrucher Vorsprung zwar auf drei Tore geschmolzen (14:11), ernstlichen Grund zur Sorge mussten sich die Anhänger der Westfalia aber nicht machen – es wurde nicht mehr knapper. „Das war ein riesiger Kraftakt“, lobte Trainer Ruben sein Team, das auch den kurzfristigen Ausfall von Marc Kähler (Bänderriss im Sprunggelenk ) weggesteckt hatte.
Höchsten nutzt Patzer der Konkurrenz
„Wir sind weiterhin zu Hause ungeschlagen“, gab sich Höchstens Trainer Carsten Hergert als Statistik-Freund, um dann einen insgesamt guten Start ins neue Jahr zu bemerken: Die Gegner an der Spitze hatten sich die Punkte abgenommen – erst der OSC mit der Schlappe in Gevelsberg, dann der neue Spitzenreiter Westerholt mit einem Remis in Eiserfeld – da musste Höchsten die Gelegenheit einfach nutzen:
Sie taten es, schlugen den PSV Recklinghausen mit 33:30 (15:17), einfach war das aber beileibe nicht. „Unsere offensive Abwehr funktionierte heute nicht wie gewohnt“, gestand Hergert; profitiert hatte immer wieder Recklinghausens Zwei-Meter-Mann Thomas Brannekämper.
Aber die Höchstener bewiesen, dass sie variabel sind: Hergert stellte noch vor der Pause um, ließ Brannekämper kurz decken und mit einer 5:0-Abwehr weiterspielen. Trotzdem ging es noch mit zwei Toren Rückstand in die Pause.
Ein schönes Spiel wurde es auch danach nicht mehr, aber Höchsten hatte jetzt die Kontrolle, ging in Führung und setzte sich bis zur 45. Minute (26:22) entscheidend ab.
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