Wethmars Mora ist zurück in Chile

Bittere Nachricht für Fußball-Bezirksligist Westfalia Wethmar: Der Tabellenführer wird vorerst doch nicht auf Stürmer Sebastian Jesus Alzerreca Mora setzen können. Der Chilene, der im Winter zum Kader gestoßen ist, stieg bereits am Mittwochmorgen in einen Flieger Richtung Heimat. Der Grund ist durchaus üblich.

Wethmar... "Sein Heimweh war zu groß", sagt Wethmars Trainer Alexander Lüggert. Zudem habe es Probleme mit der Aufenthaltsgenehmigung gegeben. "Er hätte am 28. Februar sowieso ausreisen müssen", so Lüggert.

Mora bestritt in den vergangenen Tagen bereits zwei Testspiele für die Wethmarer. Beim 3:1 gegen Cappenberg erzielte er einen Treffer, beim 6:1 gegen VfB Lünen am Sonntag gar einen Dreierpack. "Er hat in den Spielen eine enorme Qualität aus dem Hut gezaubert", sagt der Westfalia-Coach. "Ein super lustiger Kerl, der eine besondere Stimmung in die Mannschaft gebracht hat."

Lüggert sah Mora bereits als gut integriert an. Allerdings sprach der Chilene bislang "noch kein Wort Deutsch", so Lüggert. Der 21-Jährige lebte bei Verwandten in Dortmund. Dort sei bei der eigentlich als unproblematisch angesehenen Verlängerung des Visums auch das neue Ausreisedatum bestimmt worden. "Ich hoffe, wir können ihn irgendwie zurückholen", sagt Lüggert. Vorerst gelte es aber, die Lücke im Sturm intern zu füllen. Lüggert denkt über eine offensivere Rolle für den US-Amerikaner Cody de Grood nach.