Wethmar meldet sich zurück / Oberaden steckt unten drin

Fast wäre Wethmar gegen den Tabellenletzten gestolpert, aber in einem torreichen Spiel konnte sich die Westfalia dennoch gegen den Königsborner SV durchsetzen. Oberaden hingegen hat gegen einen direkten Konkurrenten verloren und steckt im Abstiegskampf.

Wethmar/oberaden.. Bezirksliga 8
TuS Westfalia Wethmar -Königsborner SV 4:3 (0:0)

In der ersten Halbzeit war "ordentlich Sand im Getriebe", sagte Spielertrainer Alexander Lüggert. In der Halbzeitpause konnte die Westfalia froh sein, dass der Ex-Lüner Tim Heptner nicht schon die Führung für Königsborn erzielt hatte. Aber die neue Innenverteidigung mit Fabian Evermann und Lukas Nagel hielt hinten die Abwehr zusammen und ließ kaum Chancen zu. "Heptner war besonders motiviert gegen uns. Er geht nicht umsonst jetzt nach Husen-Kurl", sagte Lüggert.

Nach dem Wechsel lief es besser für den Gastgeber. Innerhalb von 20 Minuten spielte Wethmar wie aus einem Guss und kam nach Treffern von Evermann (52.), der bei einer Standardsituation aufgerückt war, und einem Doppelpack von Julian Helmus (54./59.) zu einer komfortablen Führung. Anstatt aber weiter nach vorne zu spielen, schaltete Wethmar jetzt einen Gang zurück.

"Unverständlich", so Lüggert, der, selbst auf dem Feld, die Lässigkeit registrierte und sein Team antrieb, wieder mehr zu tun.Erst nach zwei Gegentoren des Tabellenletzten schien Wethmar aufzuwachen und schaltete wieder in den gewohnten Betriebsmodus.

Bestnoten für Sajonz

Thomas Sajonz, der sich im Zweikampfverhalten und Laufbereitschaft Bestnoten seines Trainers verdient hatte, belohnte sich für seine starke Leistung mit dem Treffer zum 4:2 (83.). Im Gefühl des sicheren Sieges ließ Wethmar den KSV erneut gewähren - 4:3."Für die Zuschauer war es ein tolles Spiel", so Lüggert abschließend.

TEAM UND TORE
Westfalia:
Grenigloh - Helmus, Holz, Püntmann (65. Ekici), Lüggert, Rashica (31. Wagner), Nagel, Dündar (71. Möllmann), Sajonz, Oh, Evermnann
Tore: 1:0 Evermann (52.), 2:0 Helmus (54.), 3:0 Helmus (59.), 3:1 Heptner (63.), 3:2 Staklies (81.), 4:2 Sajonz (83.), 4:3 Ruzok (88.)

ÖSG Viktoria Dortmund - SuS Oberaden 3:0 (2:0)

"Da gibt es nichts schönzureden. Wir hatten keine Einstellung zum Spiel. Aktuell hat meine Mannschaft nicht die Qualität, um die Bezirksliga halten zu können", so Schawohl.Nach nur acht Minuten gerieten die Gäste, die erneut mit Altherren-Akteuren angetreten waren, in Rückstand. "Frustrierend", sagte Schawohl. Es kam jedoch noch schlimmer. Denn das 2:0 hatte Slapstick-Potenzial: SuS-Keeper Christian Schäfers schoss ÖSG-Stürmer Hamou an, der Abpraller senkte sich über Schäfers ins Tor (20.).

Nur selten kamen die Grün-Weißen vor den Dortmunder Kasten. "Einige sind sich der Situation offensichtlich noch gar nicht bewusst", sagte Schawohl. Dabei waren die Voraussetzungen beim Kontrahenten ähnlich schlecht. Eine Stunde vor Anpfiff hatte Coach Thomas Behlke seinen Rücktritt als Coach der ÖSG Viktoria erklärt. "Teile der Mannschaft stehen nicht hinter mir", sagte er. Vorstandsmitglied Hannes Krüger übernahm als Interimscoach - und landete prompt seinen ersten Erfolg gegen enttäuschende Oberadener.

TEAM UND TORE
SuS:
Schäfers - Potthoff, Kirschberg, Yilmaz (61. Saado), Kilinc (65. Kocapinar), Schawohl (46. Rumpf), Lindner, Schmidt, Türkhan, Hirsch, Rothe
Tore: 1:0 El-Gaouzi (8.), 2:0 Hamou (20.), 3:0 El-Gaouzi (60.)
Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rot gegen El-Gaouzi (ÖSG/90.)