Westfalia will sich krönen - Hombruch steigt ab

Selbst wenn Westfalia Wickede noch nicht weiß, wohin die Reise geht, darf der Tabellenzweite schon jetzt zufrieden Bilanz ziehen. Am Sonntag (15 Uhr) steht das Relegationsspiel gegen Schermbeck an (bei uns im Live-Ticker). Der HSV hingegen muss den Gang in die Landesliga antreten.

Dortmund.. Natürlich tut Westfalia Wickede die 2:3-Niederlage beim Meister TSV Marl-Hüls weh, zumal sie den Verlust des ersten Platzes bedeutete. Das enttäuschende 1:1 gegen den TuS Heven war dann gleichbedeutend mit dem Aus im Titelkampf. Die Chance, nachträglich aufzusteigen, hat sich Wickede aber dennoch verdient. Am Sonntag (15 Uhr) in Recklinghausen, im Relegationsspiel gegen den SV Schermbeck, soll das große Ziel verwirklicht werden.

Zehn Spiele in Serie

Das Team spielte während der gesamten Saison sehr konstant, gewann zwischenzeitlich zehn Spiele in Serie. Die Wickeder lebten auch davon, dass die Personalknappheit der Vorjahre Geschichte ist. Der Konkurrenzkampf tat dem Team gut. Die Westfalia überraschte ihre Gegner immer wieder mit neuen taktischen Varianten. "Am Anfang war diese Entwicklung noch nicht absehbar. Die Jungs haben sich gesteigert", kommentiert der Sportliche Leiter Andreas Bath. "Insgesamt war es eine starke Saison. Jetzt wollen wir sie krönen."


Zweitbestes Dortmunder Team der Liga ist der FC Brünninghausen. Rang fünf ist für Trainer Alexander Gocke "okay". Gocke hatte schon während der Winterpause durch die Verpflichtung von Dominik Lipki darauf reagiert, dass die Mannschaft einen weiteren Führungsspieler vertragen konnte. Die Personalplanungen deuten darauf hin, dass der FCB ambitioniert in die kommende Saison geht.


Mengede 08/20 rettete sich als Zehnter sicher. "Diese Mannschaft hatte schon immer Charakter. Im Abstiegskampf hat sie diesen besonders gezeigt", resümiert Interimstrainer Achim Schütz. Neu dazu stößt Mike Hibbeln vom Oberligisten TuS Ennepetal. "Eine echte Verstärkung für unser offensives Mittelfeld", erklärt Schütz. Torjäger Eduard Sprenger wechselt zum DSC Wanne-Eickel.


Der Kirchhörder SC lebt mit dem elften Tabellenplatz gut. "Wir haben unser Ziel erreicht", sagt der Sportliche Leiter Jörg Mielers. Durch die Neuen sei der Kader in der kommenden Saison breiter aufgestellt. "Dass wir mit relativ wenigen Leuten den Klassenerhalt früh gesichert haben, macht uns stolz."


Der Hombrucher SV steigt ab. Seit Trainer Benjamin Hartlieb aber die Verantwortung innehat, wandelte sich das Bild des HSV vom Kanonenfutter zum Westfalenligatauglichen Team. "Den Charakter, der dieser Mannschaft vor meinem Antritt abgesprochen wurde, hat sie sehr wohl", kommentiert Hartlieb.

Erfolgreiche Nachwuchsarbeit

Mut macht ihm, dass sich die erfolgreiche Hombrucher Nachwuchsarbeit auszahlt. Einige Spieler bewiesen schon, dass sie in der Westfalenliga mitmischen können. In der Landesliga bieten sich sogar noch größere Chancen, ihr Können zu zeigen.

Auf Platzierungen in der neuen Saison lässt sich Hartlieb nicht festlegen: "Ich weiß ja noch nicht mal, wer alles in unsere Gruppe kommt." Neu dazu stößt Hamza El Hamdi vom SV Brackel 06. "Ein Innenverteidiger. Auf dieser Position hatten wir noch Bedarf", sagt Hartlieb. "Wir haben dann eine Mannschaft, bei der es sich lohnt, zuzusehen."