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Weller und Fiene retten die Bilanz

06.02.2011 | 18:36 Uhr

Trotz des Fehlens von Stefanie Pähler, Jana Hartmann und Katharina Grompe (siehe Info-Box) gingen die Dortmunder Leichtathleten bei den Westdeutschen Hallenmeisterschaften in der Helmut-Körnig-Halle mit zwei Titeln nicht leer aus.

Mit nur einem Zentimeter Vorsprung setzte sich Anna-Katharina Weller (LGO) im Kugelstoßen durch. Die 21-jährige Psychologie-Studentin blieb mit 13,37 deutlich unter ihrer persönlichen Hallenbestleistung, doch die Weite hatte für sie nur statistischen Wert. Wegen einer Schwellung im rechten Sprunggelenk war sie nämlich froh, überhaupt starten zu können.

Zunächst wollte die mehrfache deutsche Jugendmeisterin wegen des Verdachts auf einen Bänderriss die Wintersaison vorzeitig abbrechen, doch nach einer Untersuchung bei Dr. Uta Nolte, erwies sich die Verletzung als nicht so schwerwiegend, so dass sie für die „Westdeutschen“ grünes Licht bekam. „Zurzeit kann ich im Training nicht sprinten, nicht springen und kein Krafttraining für die Beine absolvieren. Alles andere kann ich wie gewohnt durchführen“, sagte die blonde Wurfspezialistin,

Im 200m-Lauf der Männer fehlten die beiden Wattenscheider Sebastian Ernst und Alexander Kosenkow, die tags zuvor beim Internationalen Hallen-Meeting in Stuttgart starteten. So war der Weg frei für Sebastian Fiene (LGO), der in 22,09 Sekunden sicher vor Alexander Meisolle (TV Wattenscheid, 22,14 Sek.) und Marcel Haubrock (TSV Kirchlinde, 22,33 Sek.) lag. Die 200m-Distanz bildet für den 22-jährigen LGOler, der über 60m in 7,00 Sekunden zudem Vierter wurde, allerdings nur eine Verlegenheitslösung. Denn im November zog er sich im Training einen Muskelfaserriss zu, so dass dem eigentlichen 400 m-Spezialisten zurzeit noch das Stehvermögen für dieses Distanz fehlt.

Trotz leichter Achillessehnenprobleme steigerte Oleg Kraft (Teutonia Lanstrop) als Vizemeister im Weitsprung seine diesjährige Hallenbestleistung um einen Zentimeter auf beachtliche 7,21m.

Immer besser in Form kommt Monika Merl (LGO), die über 1500m ihre Hallenbestzeit um drei Sekunden auf respektable 4:28,85 Minuten steigerte und damit in einem schnellen Rennen hinter der Wattenscheiderin Isabell Ollesch (4:25,50 Min.) und der Leverkusenerin Christina Kröckert (4:28,54 Min.) einen hoch einzustufenden dritten Platz belegte. Auch ihre Teamkollegin Mira Räker (4. in 4:28,86 Min.) konnte sich über einen neuen Hausrekord in der Halle freuen.

So schnell wie nie zuvor war auch Carolin Strophff (LGO) als Vierte über 400m in starken 56,83 Sekunden. Die 22-jährige angehende Lehrerin stand bisher mit einer Bestzeit von 57,30 Sekunden zu Buche. Großer Jubel herrschte bei der mehrfachen Deutschen Gehörlosenmeisterin Jessica Urbanski (LGO), die als Dritte im 60m-Sprint der weiblichen Jugend A mit ihrer neuen persönlichen Bestzeit von 7,79 Sekunden die Qualifikationszeit für die deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Leverkusen (7,80 Sek.) knapp unterbot.

Im 60m-Sprint der Frauen gefiel Ina Thimm als Fünfte in 7,82 Sekunden.

Im Kugelstoßen der männlichen Jugend A erfüllte Yannik Apel (LGO) als Dritter mit 14,31m die Erwartungen.

Trotz des Fehlens von Stefanie Pähler und Katharina Grompe kam die LG Olympia über 4x200m in der Besetzung Ina Thimm, Carolin Strophff, Janina Balke und Meike Holtkamp in 1:40,24 Minuten auf den dritten Platz. Der TSV Kirchlinde (Mika, Meurel, Schmidt, Vetter) belegte Rang fünf in 1:42,77 Minuten.

Peter Middel

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