Weit hinter den eigenen Ansprüchen
07.03.2011 | 16:59 Uhr 2011-03-07T16:59:00+0100
Schon die mit dem Heimspiel am Samstag gegen Arminia Bielefeld 2 beginnende nächste Englische Woche wird zeigen, ob sich der BVB 2 in der Tabelle noch weiter nach unten orientieren muss.
Sollte Borussias Regionalliga-Mannschaft gar ins letzte Tabellendrittel abrutschen (was angesichts der geringen Punktabstände durchaus möglich ist), käme dies angesichts des vorhandenen Personals und der eigenen Ansprüche allerdings einer Blamage gleich.
Die Konstellation ist günstig. Zunächst kommt mit Bielefeld das Schlusslicht in die Rote Erde, eine Woche später geht’s zum Tabellenvorletzten Fortuna Düsseldorf 2. Eine gute Gelegenheit, nach der langen Talfahrt die Kurve zu kriegen. Dazwischen liegt das Nachholspiel am Dienstag kommender Woche gegen die Zweitformation des 1. FC Köln (19.00 Uhr, Rote Erde).
Nur eines ihrer letzten acht Spiele haben die Borussen gewonnen - bezeichnenderweise hatten sie beim 1:0 gegen Gladbach in Person von Sebastian Kehl und Dede prominente Verstärkung erhalten. Der letzte „Dreier“ mit dem normalen Stammpersonal liegt hingegen beinahe vier Monate zurück: damals gab’s einen 3:1-Erfolg in Leverkusen. Es war das letzte Mal, dass die Borussen in einem Spiel mehr als ein (!) Tor erzielten - und darin liegt das ganze Dilemma begründet.
„Es sind nicht nur die wenigen Tore“, sagt Hannes Wolf, „sondern das komplette Offensivspiel. Wir erarbeiten uns kaum Chancen - das ist es, was uns Sorgen macht.“ Vielleicht ist es hilfreich, dass nach der letzten Englischen Woche nun intensiv auf dem Trainingsplatz gearbeitet werden kann. „Zumindest wollen wir versuchen, die Zeit gut zu nutzen.“
„Habe das Vertrauen
nicht verloren“
Eines stellt Wolf klar: „Es hilft nichts, auf die Jungs draufzuhauen. Ich kenne die meisten Spieler jetzt seit eineinhalb Jahren und ich verliere nicht das Vertrauen in sie, nur weil sie jetzt einen Negativlauf haben. Das sind alles junge Burschen, die normalen Leistungsschwankungen unterworfen sind. Allerdings gibt es Reaktionen, die man zeigen muss. Dann kommen sie auch wieder da unten raus.“
Fraglich für Samstag sind Damien Le Tallec (Grippe) und Christopher Kullmann (Adduktorenprobleme). Sevdail Selmani fehlt wegen seiner fünften Gelben Karte.
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