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„Was sollte noch besser werden?“

28.12.2012 | 17:31 Uhr
„Was sollte noch besser werden?“

Zum sechsten Mal in seiner 23-jährigen Karriere als Rennreiter wird Andrasch Starke am Sonntag in Wambel zum Champion gekürt.

Spätestens seit den Erfolgen mit der Ausnahmestute Danedream ist Andrasch Starke der prominenteste deutsche Jockey. Insofern ist das, was den 38-Jährigen am Sonntag in Dortmund erwartet, eine logische Auszeichnung: Zum sechsten Mal in seiner 23-jährigen Karriere als Rennreiter wird er zum Champion gekürt. „Das Championat ist schon etwas Besonderes“, erklärt Starke, „auch deshalb, weil ich das neun Jahre nicht gewonnen habe.“ Der Grund für die Abstinenz waren entweder seine zahlreichen Auslandsauftritte oder der wohlverdiente Urlaub zum Ende der Saison. „Aber dieses Jahr hat alles gepasst“.

Was sicherlich auch zum Teil an seiner familiären Situation liegt. Erst geheiratet, dann Vater geworden, „und nach dem Renntag geht’s in den Urlaub“, erzählt der 38-Jährige, „aber in Deutschland.“ Schließlich hat er im Sattel fast die ganze Welt bereist. „Und Sonne brauche ich nicht.“ Eher Ruhe mit Sohn Henning und Ehefrau Vanessa.

Zuvor gibt es die Ehrung für den Kölner. Am Sonntag beim letzten Renntag in Wambel ist er mit 79 Siegen derjenige, der sich stressfrei mit Titelverteidiger Filip Minarik (72 Saisonerfolge) am letzten Renntag duellieren kann. Fünf Mal wird Deutschlands erfolgreichster Jockey in den Sattel steigen, um sich dann um 16.40 Uhr die besondere Wertschätzung abzuholen. Denn wenn es so etwas gibt wie den Sympathiegewinn für den Galopprennsport, dann ist damit der Name Starke verbunden. Vor allem die Siege im Arc 2011 und in Ascot im Juli mit Danedream haben aus dem früher eher skeptischen Jockey einen hoch zufriedenen Menschen gemacht. „Das waren Geschenke für mich, dass ich das erleben durfte“, sagt er heute, spricht von dem „Dank an das Pferd und Deutschland“, diese Superlative so gelebt zu haben. Hoch emotional bei dem Sieg in Paris und der Queen in Ascot.

Ein Grund dafür, warum Andrasch Starke seine Karriereanspruch nun eher entspannt sieht. „Ich bin mit mir zufrieden“, betont er. Der Zwang ist weg. „Auch auf der Sandbahn für 1000 Euro Siegprämie zu reiten, macht mir noch Spaß“. Wer eben alles erreicht hat...

Allein die Rennbahnsperre in Köln verhinderte ein Mehr für das Dreamteam Danedream/Starke. „Da konnte aber keiner etwas dazu“, kommentierte er das Karriereende der Wunderstute gelassen, „aber was sollte noch besser werden?“ Die Lady hört auf, Starke noch lange nicht.

Das Duell der Trainer

Gegenwärtig ist er auch an der Körung des besten Galoppertrainers beteiligt. Der Hoppegartener Roland Dzubasz steht vor seinem ersten Titelgewinn. 58 Siege sind fünf mehr als die Bilanz seines Verfolgers Christian von der Recke, der elf Pferde in neun Rennen sattelt. Dessen Hoffnungen könnten schon um 13.30 Uhr einen Dämpfer erhalten: Denn da hat Andrasch Starke seinen ersten Ritt auf dem Seriensieger Birthday Prince. Dessen fünfter Saisonsieg wäre dann die Vorentscheidung für die Titelvergabe. „Das wäre schön“, sagt Starke, „aber Dreamspeed ist ein ernstzunehmender Gegner, der hat ein GAG von 84 Kilo auf Sand und ist listenplatziert.“ Und Reckes Starter. Keine Frage, ob Gruppe- oder Sandbahnrennen, der Champion ist gut im Stoff. „Das gehört dazu.“

René Schröder


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