Warum Westfalia Wethmar aufsteigt - und warum nicht

Zehn Spieltage vor dem Saisonende bewegt sich das Spitzentrio der Fußball-Bezirksliga 8 mehr denn je auf Augenhöhe. Tabellenführer Westfalia Wethmar hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Verfolger Werner SC und VfL Kemminghausen. Was spricht für den Aufstieg der Westfalia in die Landesliga? Was spricht dagegen?

Wethmar.. DAFÜR

Der Kader

Der Kader spricht für den Landesliga-Aufstieg der Westfalia. Einen besseren Zeitpunkt für ein leeres Lazarett gibt es nicht. Wethmars Trainer Alexander Lüggert kann aktuell auf das komplette Team zurückgreifen. Einzig Stammkeeper Kevin Kascha fehlte am Montag beim TuS Hannibal (2:2) erkrankt. Stellvertreter Philipp Grenigloh war ein Garant für den Wethmarer Punktgewinn. Wie schon im Kemminghausen war auf dem Spielberichtsbogen jede der 18 Wethmarer Zeilen ausgefüllt. Beide Male verzichtete Lüggert selbst auf einen Einsatz. Der Spielertrainer hat auf allen Positionen Alternativen.

Die Offensive

Auch das befürchtete Offensivproblem ist bisher nicht eingetreten. Der Tabellenführer stellte sein Spiel um, agiert über die schnellen Außen Julian Helmus und Rene Harder, die immer wieder Mittelstürmer Samir Zulfic füttern (rechts im Bild, schon elf Tore).

Das Restprogramm

Das Restprogramm sollte den Grün-Weißen in die Karten spielen. Schließlich warten mit Ausnahme der Begegnung am kommenden Sonntag gegen den Werner SC (15 Uhr, Wehrenboldtstraße, Lünen) nur noch Duelle gegen Mittelfeld-Teams und Kellerkinder. Aus diesen neun Spielen holten Joo Seung Oh und Co. in der Hinserie bei acht Siegen und nur einer Niederlage 24 Punkte. Gelingt das erneut, stehen die Chancen gut auf den ersten Aufstieg in die Landesliga in der Wethmarer Vereinsgeschichte.

Zumal die Westfalia in den bisher fünf Rückrundenspielen nur einen Punkt weniger (zehn) gesammelt hat als in den gleichen Spielen der Hinserie (elf). "Wir stehen immer noch oben und haben es am Sonntag gegen Werne selbst in der Hand. Die anderen Teams haben uns trotz unserer Punktverluste nicht überholt", sagt Lüggert.


DAGEGEN

Die Top-Duelle

Die Top-Duelle liegen Wethmar in dieser Saison ganz und gar nicht. Gegen den Tabellendritten Kemminghausen gab es einen Punkt aus zwei Spielen, gegen den Tabellenvierten Hannibal zwei Zähler. Das Hinspiel beim Werner SC ging 0:3 verloren. Das verheißt aus Wethmarer Sicht nichts Gutes für das Spitzenspiel am Sonntag gegen den WSC.

Das Torverhältnis

Das Torverhältnis könnte Wethmar am Saisonende bei Punktgleichheit zum Verhängnis werden. Die Westfalia hat die schlechteste Differenz der drei Titelaspiranten. Wethmar hat ein Plus von 27 Toren, Kemminghausen ein Plus von 32 Treffern. Das kann sich sehen lassen - ist aber nichts im Vergleich zum Werner SC. Das Team von Kurtulus Öztürk führt diese Statistik mit einem Plus von 39 Toren deutlich an.