Wagner freut sich auf den Spitzenreiter
30.01.2012 | 17:52 Uhr 2012-01-30T17:52:00+0100
Was der BVB 2 gegen Ende der Hinrunde zweimal verpasste, holten die Jungs von David Wagner gleich zum Rückrundenauftakt nach: mit dem 2:1-Erfolg am Samstag in Leverkusen schafften sie den Sprung auf den vierten Tabellenplatz und sind sozusagen erster „Jäger“ des Spitzentrios aus Lotte, Gladbach und Trier.
Am Tag der Premieren (die ersten Saisontore von Ensar Baykan und Rico Benatelli, die ersten Einsätze von Marvin Ducksch und Christian Silaj) ragte vor allem ein Novum heraus: erstmals in dieser Spielzeit gelang es den Borussen, eine Partie nach einem Rückstand zu drehen, als sie sich speziell nach der Pause mit aller Macht gegen die drohende Niederlage stemmten und letztlich für ihren Einsatz auch belohnt wurden.
So erfreut David Wagner darüber aber auch war: er ließ die Kirche im Dorf. „Es war ein ordentliches, aber kein überragendes Spiel“, sagte der Trainer, „es gibt einige Dinge, die wir noch besser können. Dafür, dass wir durch die vielen Ausfälle ein blutjunges Team auf dem Platz hatten, war das aber sicherlich in Ordnung.“
Englische Woche wird zur Nagelprobe
Während der 90 Minuten waren die Spieler stets gewillt, die bereits während der Vorbereitung erkennbare positive Grundstimmung unter Wettkampfbedingungen umzusetzen. „Es war jederzeit zu sehen, dass da eine richtige Mannschaft auf dem Platz steht“, registrierte Wagner erfreut, „das ist ohnehin eine richtig geile Truppe, die lebt und Energie versprüht. Es macht Riesenspaß, tagtäglich mit diesen Jungs zu arbeiten.“
Ob die Borussen doch noch einmal zu den Top 3 aufschließen können, wird maßgeblich von der Ausbeute in der bevorstehenden Englischen Woche mit den Heimspielen gegen Tabellenführer Lotte (Samstag, 14.00 Uhr) und dem wieder erstarkten einstigen Titelaspiranten Wuppertaler SV (7. 2., 19.00 Uhr) sowie der Begegnung in Trier (11. 2., 14.00 Uhr) abhängen. Ein Dreierpack, das attraktiver, aber auch schwerer kaum sein könnte. „An Wuppertal und Trier denken wir noch nicht“, sagt Wagner, „mein Fokus ist zunächst allein auf Lotte gerichtet.“ Für ihn ist es das vielleicht attraktivste Spiel der gesamten Saison: „Etwas Reizvolleres, als den Spitzenreiter zu empfangen, der zudem auswärts noch ungeschlagen ist, gibt es gar nicht.“ Wagner sah Lotte beim 2:0 gegen Schalke und war beeindruckt: „Da hat eine ausgebuffte Seniorenmannschaft ein Nachwuchsteam einfach mal abgekocht.“
Die personelle Lage wird sich nur unwesentlich entspannen, nachdem Hervenogi Unzola heute wieder ins Training einsteigen wird. Kurzfristig könnte allerdings Verstärkung von oben winken: die Profis spielen ja bereits am Freitag in Nürnberg.
INFO
Transferliste schießt am Dienstag
Am Dienstag schließt die Transferliste. Das Kernaufgebot des BVB 2 wird davon zwar nicht betroffen sein, doch bis zuletzt halten sich die Spekulationen um die sportliche Zukunft der Profis Florian Kringe und Damien Le Tallec.
„Ein Wechsel eines der beiden hätte durchaus Einfluss auf unsere Personalsituation“, weiß David Wagner. Immerhin spielte Kringe in der Hinrunde sechsmal in der Regionalliga-Mannschaft, Le Tallec sogar schon elfmal.
Nach dem zur Pause eingewechselten Marvin Ducksch kam in Leverkusen mit Christian Silaj (ab 85.) ein zweiter Debütant ins Spiel. Wagner hat damit in dieser Saison bereits 30 Spieler eingesetzt.
Glück hatte Konstantin Fring: ein zunächst befürchteter Nasenbeinbruch entpuppte sich als eine starke Prellung.
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