VV Schwerte rückt auf zweiten Platz vor

Die Verbandsliga-Damen des VV Schwerte haben gegen kampfstarke Hattingerinnen mit 3:1 gewonnen. Damit rückten sie auf den zweiten Tabellenplatz vor. Die Damen des SC Hennen besiegten den TC Gelsenkirchen im Topspiel mit 3:0 und sind damit Herbstmeister.

SCHWERTE.. Damen-Verbandsliga
TC Gelsenkirchen - SC Hennen 0:3
(25:27, 18:25, 15:25)

Das 27:25 im ersten Satz zeigte, auf welchem Niveau sich die beiden Topteams begegneten. Trainer Christoph Schulte wusste, wie eng es war: "Wir haben fast nie geführt, aber als wir den gegnerischen Satzball abgewehrt haben, hatten wir selbst zwei und haben einen davon verwandelt." Sein Team rief die Topleistung gerade noch im richtigen Zeitpunkt ab.

Doch zuvor hatte sich sein Team einen Aufstellungsfehler geleistet, "obwohl wir vorher Aufstellung und Taktik abgesprochen hatten." Zwei Spielerinnen wechselten die Positionen unbewusst, "eine Folge der großen Anspannung, die bei allen zu spüren war", so Schulte. Doch nachdem der erste Satz gewonnen war, war von Anspannung keine Spur mehr. 18:25 musste sich Gelsenkirchen im zweiten Satz geschlagen geben.

Natascha Marks erzielte im dritten Satz neun Punkte am Stück per Aufschlag. Damit beförderte sie ihr Team endgültig auf die Siegerstraße und ihr Coach sang noch ein Loblied: "Da kannst du als Trainer nur froh sein, wenn du so eine Spielerin in den eigenen Reihen hast." Froh ist er auch über den Herbstmeistertitel, aber der, meinte Schulte, habe noch keine Bedeutung.


VV Schwerte - TuS Hattingen 3:1
(25:21, 24:26, 25:21, 25:21)

Die Schützlinge von Trainer Maik Wlodarsch taten sich gegen die kampfstarken, aber spielerisch limitierten Hattingerinnen schwer. In der Annahme waren die Schwerterinnen zwar recht stabil, doch ansonsten sprach Wlodarsch von einer "eher durchschnittlichen Leistung."

Nach dem gewonnenen Auftaktsieg hatten die Gastgeberinnen in der Verlängerung des zweiten Satzes mit 24:26 das Nachsehen. "Diesen Satzgewinn hatte sich Hattingen auch verdient", zollte Wlodarsch dem Gegner ein Lob für seinen Kampfgeist. Und es fehlte nicht viel, da wäre es sogar ein 1:2-Satzrückstand aus Schwerter Sicht geworden. Denn Hattingen ging im dritten Durchgang mit 18:11 in Führung.

Mit dem Wechsel auf der Zuspiel-Position - Lena Blumenstein für Maraya Polotzek - hatte der Coach dann aber eine gute Idee. "Lena hat das klasse gemacht", freute sich Wlodarsch, der zudem starke Aufschläge von Lea Hagemeister sah. So drehten die Schwerterinnen den Rückstand und wandelten ihn in ein 25:21 um - der Knackpunkt der Partie. Denn beim Gegner zeigte der Satzverlust nach hoher Führung Wirkung. So diktierte der VV Schwerte den vierten Durchgang und brachte ihn mit dem dritten 25:21 des Tages nach Hause.

Damen-Landesliga
VV Schwerte 2 - Soester TV 0:3
(21:25, 22:25, 18:25)

Das Team kassierte die achte Niederlage am Stück.Nach dem Spiel tat sich Schäfer bei der Fehlersuche schwer: "Soest war eigentlich ein schlagbarer Gegner, aber aktuell steckt uns einfach die Verunsicherung der Niederlagenserie in den Knochen." Viele seiner noch jungen Spielerinnen würden eine solche Situation nicht kennen. Schäfer sieht daher ein "psychologisches Problem".

Die Tabelle zeigt gnadenlos auf, was die Konsequenzen dieser Verunsicherungen sind. Denn der VV Schwerte 2 steht auf dem letzten Rang mit lediglich einem Punkt. Zum Tabellennachbarn sind es bereits fünf Punkte Abstand. "In der Winterpause müssen wir versuchen den Bock umzustoßen, um die Klasse halten zu können", sagte Schäfer - das junge Team wird sich strecken müssen, den Klassenerhalt noch zu schaffen.


Herren-Landesliga
SG SuS Oberaden/Südkamen -VV Schwerte 3:1
(23:25, 25:23, 25:22, 25:21)

Trainer Marc Sieber war mit der 1:3-Niederlage der Landesliga-Volleyballer des VV Schwerte gegen Oberraden/Kamen nicht unzufrieden: "Wir haben gegen den Tabellenzweiten gespielt, da kann man das Spiel verlieren. Aber sie hatten an uns zu knabbern."

Gerade im ersten Satz zeigte der als Außenseiter angereiste VV Schwerte eine gute Leistung. Die Belohnung war der knappe, aber verdiente 25:23-Satzgewinn. Einen besseren Start hätte sich Sieber nicht erträumen lassen. Dass es am Ende aber nicht für Punkte reichte, lag vor allem an den Verletzungssorgen. "Mir haben die Alternativen gefehlt. Im Angriff hatten wir dadurch zu wenig Druck", erklärte Sieber.

Zu allem Überfluss musste auch noch Angreifer Christoph Gwisdeck raus. Doch die Niederlage macht dem Schwerter Team Mut. So zeigen die knappen Sätze einen klaren Leistungsanstieg. An die 20-Punkte Marke kam der VV in den vergangenen Spielen selten.