Vorstand Ralf Tinnefeld: „Wir haben viel bewegt“

Vor einem Jahr verschmolzen die beiden Schwerter Volleyballvereine VV Phönix und VC Schwerte in einen Klub. Seitdem hat der neue Volleyballverein Schwerte eine Monopolstellung. Ein Jahr nach der Fusion zieht Ralf Tinnefeld aus dem Vorstand Hallenvolleyball Zwischenbilanz, blickt aber auch voraus in die Zukunft.

Schwerte.. Tinnefeld über...

... die Motive der Fusion:

"Es war die Erkenntnis, dass zwei Vereine in einer Stadt wie Schwerte eigentlich Quatsch sind", drückt er den Beweggrund unmissverständlich aus. "Wir haben uns gegenseitig Konkurrenz gemacht, die Strukturen waren in beiden Vereinen doppelt. Die Fusion war dazu da, um Kräfte zu bündeln." Die rund 270 Mitglieder gäben dem VV die Möglichkeiten, alters- und leistungsgerecht zu agieren. "Auch die Sponsoringsuche fällt schon etwas leichter", verrät Tinnefeld.

... zentrale Änderungen:

Hier differenziert Tinnefeld zwischen dem sportlichen und organisatorischen Blickwinkel. Zum Sportlichen: "Im Damenbereich waren wir in der letzten Saison von der Kreisklasse bis zur Verbandsliga besetzt - das ist einzigartig im Kreis Unna. Ein wesentliches Ziel der Fusion war auch das umfassende Angebot wie unsere Breitensportmannschaften. Das Trainerteam kann zudem nun effektiver und abgestimmter arbeiten."

Auch die vereinsinterne Organisation lobt der Vorsitzende: "In den alten Vereinen war es zunehmend schwierig, alle Vorstandsposten zu besetzen. Jetzt ist alles besetzt. Wir sind ein recht großes, harmonisches Team mit viel Engagement. Auch jetzt spürt man noch die Aufbruchstimmung. Die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, aber auch im Verband, der uns entsprechend unterstützt, ist positiv. Das gibt Motivation, so weiterzuarbeiten."

... die Positivfolgen:

"Mit der Gesamtbilanz können wir zufrieden sein, wir haben in diesem Jahr viel bewegt", meint Tinnefeld und erläutert jene Punkte, die den Vereinsverantwortlichen wichtig sind. "Wir haben viele Vereinsaktivitäten gemacht, die Leute sollten sich kennenlernen. Außerdem wollen wir weiterhin ein Vereinsgefühl erzeugen." Aber Tinnefeld warnt auch vor einem kompletten Richtungswechsel: "Es wäre völlig falsch, den Verein von rechts auf links zu krempeln. Das wollen wir nach und nach machen.

Wichtig ist: Es muss nachhaltig sein, und das ist schon schwierig genug." Ganz speziell ist der Verein glücklich über die Rahmentrainingspläne, die er mit Verbandsunterstützung erstellt hat. Sie umfassen technische, taktische und psychische Komponenten für die Trainingsgestaltung. Die Erfolge bei den Westdeutschen Meisterschaften zeigen zudem den Erfolg der Jugendarbeit, die Tinnefeld als "Grundlage des Ganzen" bezeichnet.

... das Potenzial und die Ziele:

Ein Wunsch ragt heraus, wenn Tinnefeld über die VV-Zukunft sinniert: ein hauptamtlicher Trainer. "Das ist ein kurzfristiges Ziel. Wir waren auch schon in Kontakt, müssen aber erkennen, dass es noch nicht zu finanzieren ist. Das Potenzial ist vorhanden. Wenn wir noch besser und qualifizierter ausbilden könnten - das wäre Bombe. Wir haben die Absicht und Hoffnung, an alte Erfolge anknüpfen zu können."