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Von Euphorie keine Spur

08.02.2010 | 18:51 Uhr

Erschöpft, platt und glücklich saßen sie im Mannschaftbus, die Borussen-Youngster nach ihrem Überraschungscoup am Sonntag in Offenbach. Euphorie aber brach auch nach dem vierten Sieg in Folge nicht aus. Dazu gibt es nach wie vor auch keinen Grund.

„Wir haben uns eine gute Ausgangsposition erspielt, mehr aber nicht”, brachte es Theo Schneider auf den Punkt. Nach dem Sprung auf Tabellenplatz 13 droht beim nächsten Rückschlag nicht gleich wieder der Sturz auf einen Abstiegsplatz - das sollte den Jungs für die bevorstehenden schweren Aufgaben weitere Sicherheit geben.

Schon am Samstag folgt mit dem Heimspiel gegen den FC Ingolstadt die nächste große Prüfung. Der Aufstiegsaspirant könnte sogar als Spitzenreiter in die Rote Erde kommen, sollte er sein Nachholspiel heute beim FC Bayern 2 gewinnen. „Eine Konstellation, die für die gute Kulisse sprechen sollte, die die Mannschaft aufgrund ihrer zuletzt tollen Leistungen verdient hätte”, wie der Trainer feststellt. Da die Partie nicht mit dem Auftritt der Profis am Abend in München kollidiert, könnte der Wunsch nach großer Fan-Unterstützung sogar Wirklichkeit werden.

Die durch die Bank gute Vorstellung der „Nachrücker” sorgt für zusätzlichen Optimismus: Jörn Neumeister spielte in der Innenverteidigung für Lasse Sobiech ohne großen Fehler. Marcel Großkreutz zeigte einmal mehr, dass auf ihn Verlass ist, wenn er benötigt wird: er harmonierte mit Neuzugang Lukas Nott-beck richtig gut. Grundsolide wieder der Auftritt von Kai-Bastian Evers auf der rechten Abwehrseite und in der Offensive zeigten Mehmet Boztepe und Michael Oscislawski, dass auch sie einen Sprung nach vorn gemacht haben.

„März und April die entscheidenden Monate”

 Andererseits weiß Schneider, dass schon alles passen muss, um dieser Zusammensetzung eine solche Topleistung nur dann abzurufen ist, wenn alles passt: „In Offenbach war das der Fall. Aber es ist schon schwierig, wenn man personell nicht gleichwertig nachlegen kann.”

Gegen Ingolstadt dürfte sich die personelle Situation zumindest leicht entspannen. Sebastian Tyrala ist entsperrt, auch für Christopher Kullmann sollte es für einen Einsatz reichen. Für Nedim Hasanbegovic aber kommt die Partie zu früh. Schneider: „Wir werden nichts riskieren, denn wir brauchen ihn im März und April. Das sind die entschei-denden Monate im Kampf um den Klassenverbleib.”

Udo Stark

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